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Zenits Legende Denisov wechselt zu Anschi Machatschkala

Denisov mit dem Sport-Direktor von Anschi. Foto: fc-anji.ru

Denisov mit dem Sport-Direktor von Anschi. Foto: fc-anji.ru

Es hat einfach nicht mehr gepasst: seit den teuren Transfers von Hulk und Witsel zu Zenit St.Petersburg baute sich die Spannung im Team auf. Jetzt geht einer von Zenits Führungsspieler: Igor Denisov wechselt in diesem Sommer zum Milliardär-Team von Sulejman Kerimov: Anschi Machatschkala.

Für viele Fans ist es mehr als ein Wechsel: Denisov hat den Klub verraten, da Anschi zu den „PSG“s und „ManCity“s dieser Welt. Ein Verein, der mehr als allen anderen zahlt. Es liegt auf der Hand – Denisov geht wegen Geld. Er verlässt den Klub, in dem er mehr als 10 Jahre seiner Karriere verbrachte. Dafür wird er noch reicher, als er jetzt ist – denn eins ist klar: in Russland verdienen die Top-Spieler aus der Heimat dank der Quote von maximal 7 Ausländern auf dem Spielfeld sehr viel Geld. Jetzt wird sich Denisov noch mehr leisten können. Vielleicht eine Yacht und die dazu passende Yacht Versicherung? Ein Haus in Südfrankreich? Einen Privatjet? Schöne Aussichten. Dennoch muss er auch damit rechnen, ständig ausgepfiffen zu werden. Die seit einiger Zeit in Machatschkala spielende Juri Schirkow und Eto’o können ein Lied davon singen.

Eigentlich hatte Denisov das Zeug dazu, Zenits Legende zu werden: einer der wenigen Spieler aus der eigenen Jugend, der sein Leben lang in seinem Heimat Team gespielt hat. Ein russischer Spieler, was für viele Fans auch noch wichtig ist. Eine Führungsperson  im Mittelfeld – stark auf der Sechser-Position, unglaubliches Laufpensum, zweikampfstark und auch noch Kapitän der russischen Nationalmannschaft unter Fabio Capello. Denisov schoss das Siegtor gegen Glasgow Rangers im UEFA Pokal Finale 2008. Seitdem war das Foto seines Jubels auf den Kult-T-Shirts „FC-Zenit: My Religion“ zu sehen.

Das Kult-T-Shirt mit Denisovs Jubel

Das Kult-T-Shirt mit Denisovs Jubel

Doch jetzt ist diese Vision Geschichte. Alles fing an im Herbst letzten Jahres, als mit Hulk und Witsel die teuersten Transfers der Vereinsgeschichte über den Tisch liefen. Die Fans freuten sich auf die Champions League Saison, in der St.Petersburger Stars der Mannschaft zu neuen Erfolgen verhelfen sollten. Sogar die so rassistisch eingestellten Petersburger Ultras sahen in Hulk nicht einen Schwarzen, sondern einen braungebrannten Weißen. Alles schien schön und gut, aber die Erfolge kamen nicht und das Spiel der Mannschaft zerfall. Hulk fand keine Anbindung zum Spiel, Witsel gewann keinen Stammplatz im Mittelfeld. Dann kam es zu einem Streit. Denisov, der ohnehin zu den best verdienenden Spielern Russland zählt, fand dass die Gehälter der neuen Spieler unangemessen hoch waren und forderte mehr Gehalt für sich und die anderen Russen im Team. Daraufhin wurde er suspendiert und verpasste mehrere Spiele, bis er sich entschuldigte und mit dem Trainer Luciano Spalletti  versöhnte.

Banner: Liebt Zenit mehr als Geld

Banner: Liebt Zenit mehr als Geld

In der Zwischenzeit überschlug sich die Presse mit Meldungen um Interessenten – Liverpool und Real Madrid waren im Gespräch, doch daraus wurde nichts. Die Fans reagierten verblüfft – auf einer Seite forderten sie die Verpflichtung von Russischen Spielern anstelle von Ausländern, auf der anderen Seite galt ein Banner auch Denisovs Forderungen nach mehr Gehalt: „Liebt Zenit mehr als Geld“. Bis Ende der Saison kehrte Ruhe wieder ein und keiner sprach mehr von Denisovs Weggang.

Jetzt Platzt die Bombe: Denisov spielt ab der nächster Saison für Machatschkala und Zenit hat eine Legende weniger. Die Transfersumme betrug 15 Millionen Euro.

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