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Zenit zähmt den Drachen: St.Petersburg feiert einen Sieg in der Champions League

Roman Shirokov war der Matchwinner gegen Porto. Foto: fc-zenit.ru

Zenit St.Petersburg bezwang im zweiten Gruppenspiel der Champions League den FC Porto. 2 Tore gingen aufs Konto von Roman Shirokov, ein Tor hat Danny geschossen.

Die Team starten das Spiel mit hohem Tempo. Eigentlich hat Porto durch aggressives Pressing das Tempo vorgegeben. Die Portugiesen kamen mit der Standardaufstellung aufs Feld. Der einzige Verlust im Vergleich zum Vorjahr wahr Radamel Falcao, dessen Weggang jedoch durch den Kauf von Kleber kompensiert wurde. Er bildete eines der 3 Köpfe des portugiesischen Drachen an diesem Abend. Die anderen beiden waren wie gewohnt – Hulk von rechts, und James Rodriguez von links.

Zenit hat den Angriffsfussball von Porto angenommen, jedoch spürte man schnell die Klasse von Porto. Die Portugiesen nutzen ihre Möglichkeiten besser, hatten genaueres Passspiel und waren stark in Zweikämpfen. Besonders gefährlich war das Konterspiel von Porto. Eines davon führte schon in der 10. Minute zum Tor. Eine missglückte Ecke,  schnelles Umschalten von Porto. James spielte auf Hulk, der vernaschte im Strafraum Zyrjanov und spielte quer. James musste am langen Tor nur noch reinschieben. Fairerweise muss man anmerken, dass das Tor nicht zählen durfte, denn James stand beim Abschluss im Abseits.

Zenit zeigte sich wenig beeindruckt und konnte bereits nach 10 Minuten ausgleichen. Nicht ohne Mitwirkung des portugiesischen Keepers Helton, der für skurrile Fehler bekannt ist. Der Brasilianer wollte die Flanke von Fayzulin unterbinden, hat den Ball jedoch direkt vor die Füsse von Shirokov gefaustet, der nur noch am liegenden Keeper vorbei ins Tor schissen musste. Fucile versuchte noch auf der Linie zu klären, jedoch vergeblich.

Danach beruhigte sich das Spiel. Bald musste Kleber raus, der sich nach einem Zweikampf mit Denisov am Schulter verletzte. Für ihn kam Varela, der links spielte. James ging auf rechts und Hulk ging in die Spitze. Jedoch konnten die Portugiesen sich nicht an das neue Schema nach der Umstellung nicht gewöhnen, genauso wenig wie an das Referee Verhalten von Howard Webb, der ziemlich viele Zweikämpfe in englischer Manier zuließ und bis zur Pause nur zwei gelbe Karten zeigte, jedoch beide für Fucile, der wegen einem Handspiel in der Nähe der Mittellinie das Feld verlassen musste.

Damit gingen die Mannschaften in die Kabine und Vitor Pereira musste sich in der Pause was einfallen lassen, um die zweite Hälfte mit 10 Mann zu überstehen. Der Coach von Zenit, Luciano Spaletti konnte eigentlich nur eines sagen: geht raus und nutzt eure Chance zum Sieg. Das war wohl was er auch sagte, denn die Petersburger rannten direkt nach dem Seitenwechsel nach vorn und hätten eigentlich schon nach wenigen Minuten vorne liegen können. Kerzhakov vergab zwei hochkarätige Chancen: einmal scheiterte sein Schuss am Innenpfosten, einmal war Helton zur Stelle um seinen Schuss aus kurzer Distanz abzuwehren.

Die Petersburger spielten den extra Mann sehr gut aus und starteten immer wieder neue Angriffswellen auf das Tor von Helton. Das Tor schien nur eine Frage der Zeit. Und das Tor kam, wurde aber nicht gegeben. Wegen einem Schiedrichterfehler wurde ein reguläres Tor von Alexander Kerzhakov nicht anerkannt. Damit hat der Linienrichter zum zweiten Mal für Porto gespielt.

Jedoch gab Zenit nicht auf und wurde dafür bald belohnt. Roman Shirokov machte sein zweites Tor nachdem er den Freistoß von Fayzulin mit der ersten Ballberührung im Sechzehner angenommen und mit der zweiter aus der Drehung abgeschlossen hat. Kurz danach schloss Danny eine Flanke von Kerzhakov am langen Pfosten ab.

Ein 3:1 nach einem 0:1 konnten natürlich nur die wenigsten voraussagen. Das Petrovsky-Stadion jubelte, während von Porto nach den Toren nichts mehr kam. Eine verlorengegangene Schraube im Abwehrmechanismus von Porto hat die Portugiesen aus dem Konzept gebracht. Jedoch vermisste man vor allem einen an diesem Tag auf der Bank von Porto: Andre Villas Boas.

Zenit liegt damit nach zwei Spielen in der Gruppe G auf Platz 2 hinter dem Überraschungsteam aus Zypern.

 

 

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