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Zenit St.Petersburg 2012/2013: neues Trikot, neue Spieler, alte Sorgen

Der russische Meister Zenit St.Petersburg ist trotz teurer Neueinkäufe in einer sportlicher Krise: in den letzten 4 Spielen gab es 3 Niederlagen mit 7 Gegentoren (in den ersten 6 Spielen gab es nur 4 Gegentore). Das nächste Spiel der Liga gegen Samara startete erneut blamabel: nach 30 Minuten lagen die Petersburger bereits wieder 0:2 hinten. Was sind die Perspektiven von Zenit in dieser Saison.

Luca Djordjevic. Foto: fc-zenit.ru

Das Team aus St.Petersburg startete in die neue Saison 2012/2013 ohne nennenswerte Ausgaben auf dem Transfermarkt – der einzige neue Spieler im Kader von Zenit war 18-jähriger Spieler der U-21 Mannschaft von Montenegro Luca Djordjevic. Nicht viel für eine Mannschaft, die in dieser Saison in der Champions League spielt und erneut Meisterschaftsambitionen zeigt.

Zenit trikot 2012/2013. Foto: FC-zenit.ru

Das einzige, was an Zenit 2012/2013 positiv auffiel, ist das neue Trikot. Zwei Streifen formen ein umgedrehtes und etwas zur Seite gekipptes V auf dem neuen Trikot von Zenit. Das Heimtrikot ist in hellblau, die Streifen sind dunkelblau. Das Zenit Auswärtstrikot 2012/2013 ist gewohnt weiß, das „V“ ist in hellblau.

Zenit Trikots 2006 (Skrtel), 2007 (Timoschuk), 2008 (Arshavin), 2009 (Anyukov), 2010 (Danny). Foto: fc-zenit.ru

Dies ist eine angenehme Überraschung nach vielen Fehlgriffen der letzten Jahre. Seit der Saison 2006 gab es kein Trikot, das wirklich positiv aufgefallen ist und von den Fans beliebt wäre. 2007 trug Zenit noch Adidas und wechselte 2008 zu Puma.

Zenit 2008. Andrey Arshavin im Champions League Spiel gegen Juventus. Foto: Fc-zenit.ru

Ein enttäuschendes Standardtrikot ohne jegliche Persönlichkeit.

zenit trikot 2009. Foto: Sovsport.ru

Dann im Folgejahr eine Kopie eines Lazio Trikots mit einem Dreieck um den Halsausschnitt.

zenit trikot 2010. Kerzhakov und Anyukov. Foto: FC-zenit.ru

Wenig überraschend war deshalb der Wechsel zu Nike im Jahr 2010. Es kam ein schlichtes hellblaues Trikot mit dunkelblauen Kragen.

FC Zenit Trikot 2011/2012. Foto: fc-zenit.ru

2011 lies sich Nike was einfallen: das Trikot von Zenit überraschte mit einem unorthodoxen Muster, das leicht an das Trikot von Holland bei der EM 1988, allerdings in blau statt orange. Das Muster aus dunklen und hellen Dreiecken auf der Brust was vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

zenit trikot 2012 2013 auswärts

Nun kommt endlich in diesem Jahr das definitiv beste Trikot von Zenit St.Petersburg seit 5 Jahren. Insbesondere das Zenit Auswärtstrikot 2012/2013 in weiß erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit bei den Fans.

Im neuen Trikot verlor Zenit zwar das Spiel um den Ligapokal gegen Rubin Kasan, wachte allerdings rechtzeitig auf und startete in der Premierliga durch. Trotz vieler Verletzungen belegte Zenit nach 7 Spieltagen den ersten Platz in der Meisterschaft, punktgleich mit Terek Grozny. Dennoch waren viele besorgt: Zenit musste die Spiele ohne vielen Stammspielern bestreiten: Kerzhakov, Anyukov, Semak, Danny, Bukharov, Lukovic und Alves vielen teilweise aus. Im Hinblick auf die Champions League weckte das große Sorgen.

Hulk und Witsel in Zenit. Foto:fc-zenit.ru

Als jedoch in Europa das Transferfenster schon zu war, ließ Zenit die Bombe explodieren: für insgesamt (abhängig von Quelle) 80-100 Millionen Euro kaufte Zenit an einem Abend den brasilianischen Star-Stürmer Hulk von Porto sowie den jungen belgischen Mittelfeldspieler Axel Witsel. Ein paar Tage später lieh St.Petersburg von Lokomotive Moskau den Ex-Nationalspieler Yanbaev, der bei den Moskauern hauptsächlich auf der Ersatzbank saß. Die Weltnachrichten füllten sich mit Meldungen über Zenit-Transfers: „die verhasste Gas-Millionäre“ wurde St.Petersburg geschimpft, Hulk und Witsel als „dumm und gierig“. Allerdings muss man sagen, dass der Kauf solcher Spieler die russische Liga attraktiver macht. Wenn Fussballer wie Hulk oder Eto’o in Russland spielen, bringt es Zuschauer auf die Tribünen und motiviert die anderen Spieler.

Zenit am Boden. Bruno Alves und Malafeev im Spiel gegen Terek. FC-Zenit.ru

Nach dem Kauf von Hulk und Witsel stand bei Zenit ein Spiel gegen den wichtigsten Mitbewerber – Terek – an. Die Neulinge wurden in der zweiten Spielhälfte eingewechselt, konnten sich jedoch nicht ins Spiel fügen und Zenit kassierte zwei Tore. Danach folgte eine schmerzliche Niederlage im ersten Champions League Spiel in Malaga: 0:3. Dazu kam eine erneute Verletzungsplage: Verletzungen von Hubocan, Criscito und dem Neuling Witsel. Die Komplette 4-Kette in der Verteidigung zeigte sich in katastrophaler Form. Und das alte Problem der Auswärtsspiele in der Champions League bleibt: von bisher 8 Auswärtsspielen in der Champions League gewannen die Russen nur eines: gegen BATE Minsk im Jahre 2008…

Was ist von Zenit St.Petersburg in dieser Saison zu erwarten? Es ist davon auszugehen, dass die Krise in wenigen Wochen vorbei ist. Sobald die verletzten Spieler wieder im Kader sind und die Neuen sich in das Spielsystem eingefügt haben, sollte Zenit wieder das Niveau vom letzten Jahr in der heimischen Liga erreichen, sowie in der Champions League die Gruppe überstehen.

Der Grundstein für die Wende ist gelegt: heute drehten die Petersburger das Spiel in Samara und machten dank Toren von Hulk und Shirokov aus einem 0:2 noch ein Unentschieden.

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