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World Film Festival 2011 in Montreal mit 7 russischen Filmen

Im Programm des World Film Festival in Montreal, das vom 18. bis zum 28. August stattfindet, werden sieben Filme aus Russland gezeigt, zwei davon nehmen an der Wettbewerbsvorschau teil, meldet „RIA Novosti“.

Im Hauptwettbewerb wird den Zuschauern der Film von Andrej Smirnov „Es lebte einmal ein Weib“ dargeboten – das erste Kinostück, das als Nachfolger des „Weißrussischen Bahnhofs“ dreißig Jahre später erscheint, und die Geschichte einer Bäuerin (Daria Ekamasova) erzählt, die durch politische Kataklysmen (der Erste Weltkrieg, die Oktoberrevolution, der Bürgerkrieg) immer wieder ihre Ehemänner ersetzen muss.

Der Filmstreifen wurde zuletzt auf dem Festival „Okno v Jevropu“ (aus dem Russ.: „das Fenster zu Europa“) in Vyborg gezeigt und soll am 27. September im russischen Kinoverleih erscheinen.

Den Anspruch auf den Preis für die beste Erstaufführung erhebt Vjacheslav Zlatopolskij mit seinem Film „Haus des Windes“, in dem Polina Kutepova die Hauswärtin spielt, die ihren Sohn verloren hat und sich um einen AIDS-kranken tadschikischen Jungen kümmert.

Im letzten Jahr hat beim Debütregiewettbewerb der Russe Andrej Stempkovskij mit seinem Werk „Die Rückbewegung“ gewonnen.

Der russisch-schwedische Film von Marina Goldovski und Malcolm Dixelius „Der bittere Geschmack der Wahrheit“, der Anna Politkovskaja gewidmet wurde, ist in das Programm „Dokumentalistik der Welt“ (Documentaries of the World) aufgenommen worden. Wie Dixelius der Agentur erklärte, ist im Film das Leben von Politkovskaja von Anfang an, d.h. von der Zeit der frühen Kindheit bis zum Ende – dem Moment ihres Untergangs in 2006 – gezeigt worden. Es gibt im Film aber weder Mord noch ein Ermittlungsverfahren, die Hauptdarstellerin wird als Figur einer griechischen Tragödie behandelt, die dem Schicksal mit offenen Augen entgegengeht.

Übrigens landete der Film des Ex-Pressesekretärs der Russischen Föderation Sergej Jastrschembskij, der sich nach dem Rücktritt von der Politik mit Foto- und Kinoaufnahmen zu beschäftigen anfing, in derselben Sparte. Allerdings ist sein Kinofilm „Afrika – Blut und Schönheit“ in Frankreich produziert worden und fungiert im Programm als französisches Erzeugnis.

Außerhalb des Wettbewerbs wird „Sibirien. Mon Amour“ von Slawa Ross und das auf Berlinale erstaufgeführte Drama von Alexander Mindadse „An einem Samstag“ vorgeführt, im Programm „Fokus auf dem Weltkino“ (Focus on the World Cinema) präsentieren sich „Budarasch“ des VGIK-Absolventen Kirill Modylevskij und „Das Haus am Randweg“ von Anton Sivers – das von den Studios „TriTE“ und RWS verfilmte Drama über einen Mann (Andrej Merzlikin), der einen Passanten (Valerij Nemeschaev) mit seinem Auto anfährt und sich in seine Frau (Tatjana Tscherkasova) verliebt.

Das Filmfestival in Montreal, das 1977 gegründet wurde, spezialisiert sich auf Experimentalfilme aus allen Ecken der Welt.

 

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