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WM Vorbereitungsspiele am 5. März: Russland – Armenien und Ukraine – USA im Fokus

Diesen Mittwoch finden die nächsten Freundschaftsspiele der Fußballnationalmannschaften statt. Neben dem Spiel Deutschland – Chile finden weitere interessante Begegnungen statt. Russland trifft auf Armenien, die Ukraine spielt auf Zypern gegen die USA und Frankreich empfängt im Top-Spiel die Niederlande.

Jura Movsisjan (re.) trifft am Mittwoch auf seine Teamkameraden von Spartak Moskau. Foto: Spartak.com

Jura Movsisjan (re.) trifft am Mittwoch auf seine Teamkameraden von Spartak Moskau. Foto: Spartak.com

Der WM-Teilnehmer Russland trifft im Vorbereitungsspiel auf einen interessanten Gegner: Armenien. Dieses Team hat in der Qualifikationsrunde beinahe für eine große Überraschung gesorgt und nur knapp den Einzug in die Playoffs verpasst. Zwar belegten die Armenier in der Gruppe D den 5. Platz, jedoch nur 3 Punkte hinter dem Gruppenzweiten Dänemark. In den Qualifikationsspielen schlugen die Armenier unter anderem die Dänen (4:0) und die Tschechen (2:1). Auch das letzte Spiel in Italien können die Armenier für sich verbuchen: ein 2:2 auswärts gegen den Europa-Vizemeister ist einiges Wert. Lange Zeit war die armenische Nationalmannschaft ein Außenseiter. Die Nationalspieler waren weitgehend unbekannt. Der langjährige Kapitän Hovsepjan war ein 40-jähriger, dessen Karrierehöhepunkt Ende der 90er bei dem damals schwachen Zenit St.Petersburg schon lange zurückliegt. Jetzt ist die neue Generation da, und das Team kann sich sehen lassen: neben dem Dortmunder Spielmacher Mchitarjan haben die Armenier zwei Top-Stürmer: Aras Özbiliz und Jura Movsisyan von Spartak Moskau. Dieser Gegner wird kein Spaziergang für die Russen. Gerade weil die Hintermannschaft der Sbornaja eher als Schwachpunkt gilt. Bei der WM trifft Russland auf Südkorea, Belgien und Algerien.

Das Team der USA, ein Gruppengegner der Deutschen, trifft auf die Ukrainer. Für die letzteren ist Fußball sicherlich gerade zu einer Nebensache geworden. Das liegt weniger am Fiasko der Nationalmannschaft in Playoffs gegen Frankreich, als die Ukrainer eine 2:0 Führung aus dem Hinspiel im Rückspiel noch aus der Hand gaben, sondern an den politischen Geschehnissen. Das Freundschaftsspiel gegen die USA wurde von Charkiw nach Zypern verlegt, damit sich die Sportler auf Fußball konzentrieren können und die Sicherheit gewährleistet wird. Währenddessen überschlagen sich die Ereignisse in Charkiw: die Spieler von Metalist Charkiw bekamen längere Zeit kein Gehalt, die Mannschaft, die gerade auf dem 3. Platz der ukrainischen Premier Liga liegt, soll pleite sein. Der Trainer Markevich hat nach 9 Jahren seinen Posten aufgegeben. Auch politisch ist die Situation alles andere als stabil. Die mehrheitlich von ethnischen Russen besiedelte Stadt befindet sich in Spaltung. Die Machtübernahme auf dem Maidan wurde in Charkiw alles andere als willkommen. In der Stadtverwaltung Rada spielten sich dramatische Szenen ab. Augenzeugen berichteten von brutalen Übergriffen auf pro-Euromaidan-Aktivisten. Für die US-Boys keine gute Grundlage: den die ukrainische Mannschaft ist gerade durch die politische Instabilität in der Ukraine auch nicht in bester Form. Die Spiele in der ukrainischen Liga am vergangenen Wochenende wurden allesamt abgesagt und es ist noch nicht abzusehen, wann der Ligabetrieb wieder aufgenommen werden kann, da im Moment russische Truppen sich in der Ukraine befinden. Währenddessen treten einige russische Politiker mit absurden Forderungen auf: die Teams Tavria Simferopol und FK Sevastopol aus der Krym-Region sollen in die russische Meisterschaft aufgenommen werden.

Das Spitzenspiel findet diese Woche am Stade der France in Paris statt. Dort trifft die französische Nationalmannschaft auf einen der Favoriten der kommenden Weltmeisterschaft die Niederlande. Das Team der Oranje hat die beste Bilanz der Qualifikationsrunde mit 9 Siegen aus 10 Spielen. Der Anpfiff ist um 21 Uhr am Mittwoch. Die Wettbüros sehen Frankreich als leichten Favorit dieser Begegnung, auch weil die Franzosen noch nie gegen die Niederländer in Freundschaftsspielen verloren haben. Der wahrscheinlichste Ausgang soll ein torloses Remis sein.

 

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