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Wie prominente Persönlichkeiten gegen „Klone“ in sozialen Netzwerken kämpfen

In der Nacht zum 1. Dezember 2011 haben Vertreter des russischen sozialen Netzes „Vkontakte“ seine Community über die Einführung eines Verifikationsverfahrens von Accounts der prominenten Benutzer benachrichtigt. Diejenigen davon, die ihr Profil mit Daten füllen und im Netzwerk aktiv sind, bekommen den ersehnten „Hacken“ neben ihrem Namen. Die Entscheidung lag schon länger auf der Hand: die Anzahl der „Klone“ von Prominenten sprengt jeden denkbaren Rahmen.

vkontakte - Social Network in Russland

vkontakte.ru - gilt als erfolgreichste und umfangreichste Social Network in Russland

Das Problem der Selbstidentifikation im Netz haben viele berühmte Personen gemeinsam. Erst vor kurzem fand eine interessante Diskussion zwischen Showman Pavel Volya und seinem „Klon“ im Twitter statt. Man konnte den richtigen Schauspieler und Comedy-Artisten vom „Pseudo“-Volya schwer unterscheiden. Mehr oder weniger starker Beweis wurde dann sein Photo mit dem Namen des Accounts auf der Stirn, das vom „richtigen“ Pavel Volya ins Netz gestellt wurde. Auf den Vorschlag dieselbe Operation zu wiederholen reagierte der „Klon“ nicht. Aber sogar nachdem das reale Profil des Showmans durch die Webseitenadministration bestätigt wurde, blieb der „Klon“ populärer als das Original. Heutzutage ist das Profil des „falschen“ Volyas inaktiv.
Der Boxer Nikolaj Valuev und der Sänger Juri Schewtschuk nahmen die Prozedur der Account-Registrierung sehr ernst und ließen es durch Videoaufnahmen dokumentieren.

Am lautesten verkündete sein Erscheinen im sozialen Netz der russische Präsident Dmitrij Medwedew. Um seinen Account im Twitter zu registrieren, fuhr er höchstpersönlich zu den Betreibern des Services. Selbstverständlich tauchten „Klone“ von Medwedew gleich danach auf (sowie seine „Ehefrauen“, „Leibwächter“ usw.). Der berühmteste davon – KermlinRussia – ist keine Kopie des Profils von Medwedew im wahren Sinne. Der Nutzer, der sich unter dem Namen „Pärsident Rssulands“ verbirgt, parodiert ihn nur. Nachdem der „Pärsident“ jedoch immer populärer wurde, hat man den ersten Account Medwedews – KremlinRussia – für die offiziellen Mitteilungen umfunktioniert, während der Präsident einen neuen – MedvedevRussia – bekam.

Den komischsten „Pseudo-Promi“ hat Boris Nemzov. Die Person im Profil b_nemtsov im Twitter schreibt ganz seriöse Passagen, die im Stil der Reden von Nemzov gehalten werden. Als dieser Account ca. 8 Tausend Abonnenten gewonnen hatte, u.a. auch bekannte Menschen wie, z.B., der Chefredakteur von „Echo Moskvy“ (aus dem Russ. „Echo Moskaus“) Alexey Venediktov, erschien im Blog Nemzovs eine empörte Botschaft, in der die Beiträge des Mikroblogs „Quatsch und Blödsinn“ genannt werden.

Wie man sieht, haben Berühmtheiten ganz oft gegen jene zu kämpfen, die gern im Licht ihres Ruhmes stehen würden. Das Erscheinen eines besonderen „Sternchens“ neben dem Namen im sozialen Netzwerk scheint auch wenig daran zu ändern. Heutzutage erfahren die Internet-Nutzer von dem Existieren des Accounts der einen oder anderen prominenten Person aus zwei Quellen: entweder sind es die Seiten der offiziellen Webseiten oder Mitteilungen der anderen berühmten Menschen, deren Internet-Präsenz nicht angezweifelt werden kann.

Bei „Vkontakte“ aber kann man sich bei nichts sicher sein, denn selbst der Service-Besitzer Pavel Durov hat bis jetzt keine „Verifikation“ erhalten.

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