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Über 40% des Gehalts für Nahrungsmittel?

Ehemaliger stellvertretender Wirtschaftsminister Iwan Starikow war früher mal ein Landwirt und kennt die Spielregeln auf diesem Gebiet nicht nur aus Zeitungen. Er ist der Meinung, dass zum Jahresende eine durchschnittliche russische Familie ca. 40-42% des Gesamteinkommens für Nahrungsmittel ausgeben wird, wo es im letzten Jahr noch 35% waren.

Er denkt zwar, dass die Sanktionen der eigenen Landwirtschaft und Produktion durchaus helfen können, jedoch nicht allen Zweigen. „Zum Beispiel, werden wir in der Lage sein 1,5 – 2 Jahre mit Geflügel oder Schweinefleisch sich selbst zu versorgen. Aber die moderne Rindfleischproduktion ist ein komplexe Technologie, für die Entwicklung derer man Zeit braucht. Eine hochwertige Produktion von Halbfertigprodukten oder Wurst ohne diese wichtige Komponente – dem Rindfleisch – ist praktisch unmöglich“, sagt Iwan Starikow.

Eine der sensibelsten zu Sanktionen Bereichen ist die Fischindustrie. Jetzt schon gibt es Defizit an frischen Fisch und Meeresfrüchten. Große Unternehmen haben es zwar geschafft vor der Implementierung der Sanktionen lukrative Ein- und Verkäufer durchzuführen. Der Markt ist aber mit den Produkten niedriger Qualität – durch und durch mit Wachstumshormonen, Antibiotika, Farbstoffen – überflutet, wie Alexander Savelyev, der Leiter der Informationsagentur für Fischerei, der „Novaja Gazeta“ im Interview sagt. „Und unserer eigene Fisch wird in großen Mengen ins Ausland exportiert“, ärgert sich der Experte.

Es gibt zahlreiche sehr unterschiedliche Stimmen aus Bevölkerung zu der Situation in den Geschäften. In einigen Filialen stehen die Regale mit Fisch- und Käseprodukten leer. In anderen wiederum gibt es überhaupt kein Problem, weder mit Preis noch mit Angebot. Das lässt sich evtl. erklären, dass die Lager gut gefüllt sind.

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