Bild: © Photodisc/Thinkstock

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Kürzlich dominierte eine überraschende Meldung die Medien: Yahoo-Chefin Marissa Mayer schaffte in dem Großunternehmen die Heimarbeit ab. Für viele Experten kam jener Schritt überraschend, zumal die Arbeit im Home Office gemeinhin als motivationsfördernd eingeschätzt wird. Ist es etwa doch nicht möglich, daheim produktiv zu arbeiten? Die Antwort fällt glücklicherweise positiv aus.

Wie techcrunch berichtet, überlegt sich Yahoo! wenig rentable Dienste zu schließen oder zu verkaufen. Der Bookmark Dienst Del.icio.us steht auch auf der Abschussliste. Hier ist die Begründung von Yahoo!:

Part of our organizational streamlining involves cutting our investment in underperforming or off-strategy products to put better focus on our core strengths and fund new innovation in the next year and beyond. We continuously evaluate and prioritize our portfolio of products and services, and do plan to shut down some products in the coming months such as Yahoo! Buzz, our Traffic APIs, and others. We will communicate specific plans when appropriate

Es kam jedoch auch ein Statemant von Del.icio.us selbst, in dem es heißt, dass man weitermachen will. Auch wenn es bedeuten wird, dass man außerhalb von Yahoo! arbeiten wird.

No, we are not shutting down Delicious. While we have determined that there is not a strategic fit at Yahoo!, we believe there is a ideal home for Delicious outside of the company where it can be resourced to the level where it can be competitive

facebook und myspace werden kooperieren

Das soziale Netzwerk MySpace war mal führend bis im Jahr 2009 facebook die Herrschaft übernahm. Seitdem schreibt MySpce nur die roten Zahlen. Mit neuem Design und neuer Ausrichtung hat man nun versucht neuer Nutzer zu locken und die bestehenden bleiben zu lassen. Ein echter Erfolg wurde daraus aber nicht. Facebook hat inzwischen 500 Millionen aktive Mitglieder, bei MySpace sind nur noch 95 Millionen Unique User auf der Seite. Vor zwei Jahren waren es noch 125 Millionen. MySpace versucht sich mehr und mehr nicht als Gegner von facebook zu platzieren und konzentriert sich immer mehr auf Künstler und Musiker als Zielgruppe. Aber auch diese wanderen immer mehr zu facebook ab.

Um nicht unter zugehen hat MySpace versprochen mit facebook zusammen arbeiten zu wollen. Die Experten haben spekuliert, es werden Facebook Platform bzw. Facebook Connect integriert. Und ab heute soll es dann doch möglich sein, sich mit einem facebook-Account sich bei MySpace einzuloggen.

Diese Tatsache zeigt auch, dass es für nahezu alle Nischen-Dienste und -Netzwerke unerlässlich sein wird, Facebook, Yahoo, Google und Twitter in eigene Applikationen zu integrieren, um mehr oder weniger erfolgreich zu sein.

In Deutschland ist Google bekannterweise Monopolist. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Gibt es noch Suchmaschinen, die gegen Google antreten können?

  • In Russland hat Yandex 47% und Google nur 31%
  • In China hat Baidu 61% und Google nur 27%
  • In Südkorea ist Google sogar auf Platz 4 mit nur einem Prozent Marktanteil

Ein Beitrag in der FAZ Community zeigt die Nutzeraufteilung in der digitalen Social Wel und diskutiert über das Potenzial für Medien. Facebook, Twitter und Yahooo sind mit Abstand die meistgenutzte bzw. meistbesuchte Social Web Anbieter. Das Interesse an dem Microblogging Tool twitter wächst weiterhin und es wird mit Google und Microsoft über Data-Mining verhandelt. Und hier noch die Übersicht über Traffic und Uploads bei Facebook und Twitter.