Das Geld und die Macht entscheiden in Russland über die Strafe und Verantwortung.

Nach einem zweimonatlichen Prozesses gegen Pavel Durov, dem Gründer des russischen sozialen Netzwerkes vkontakte.ru, wegen Verletzung eines Polizisten im Straßenverkehr wurde Durov praktisch freigesprochen. Die Internetgemeinde ist empört. Nach umfassender Untersuchung ist das Gericht zum Schluss gekommen, dass der „russischer Zuckerberg“ zwar auf der Flucht von Polizeistreife gewesen ist und einen Polizisten angefahren hat. Einer der Polizisten hat leichte Verletzungen bekommen. Es bestand aber „keine bösen Absichten“ von Seite des Fahrers. Höchstens bekommt Pavel Durov eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 2000 Rubel (ca. 46 Euro).

vkontakte - Social Network in Russland

vkontakte – Social Network in Russland

Das Sozialnetzwerk „VKontakte“ (vk.com) eröffnete eine Rubrik „Artikel“, unter welcher die von den Benutzern meistdiskutierten Printmedienberichte und Blogeinträge gespeichert werden. Das wird auf der Benachrichtigungsseite des sozialen Netzwerks angezeigt.

Die Rubrik enthält nur Beiträge, dessen Inhalt man sich direkt im „VK“ mithilfe des Buttons „Ansehen“ anschauen kann. Dabei werden als „Autoren“ der Artikel offizielle Communities entsprechender Ressourcen angegeben.

Pawel Durow bei DLD. Foto: it-burn.ru

In Deutschland kennt kaum einer das Soziale Netzwerk vk.com. Dafür fast jeder in Russland. Die russische Version von VK.com Vkontakte ist die meist besuchte Website Russlands und ihr Gründer Pawel Durow ist wahrscheinlich der einzige Mensch in Russland, der realistische Chancen im Kampf gegen den Putin um Präsidentschaft hätte.

In der Nacht zum 1. Dezember 2011 haben Vertreter des russischen sozialen Netzes „Vkontakte“ seine Community über die Einführung eines Verifikationsverfahrens von Accounts der prominenten Benutzer benachrichtigt. Diejenigen davon, die ihr Profil mit Daten füllen und im Netzwerk aktiv sind, bekommen den ersehnten „Hacken“ neben ihrem Namen. Die Entscheidung lag schon länger auf der Hand: die Anzahl der „Klone“ von Prominenten sprengt jeden denkbaren Rahmen.

Die Jugendlichen aus Sankt-Petersburg, die das Arbeitszimmer eines Abgeordneten in Nischni Nowgorod anzündeten, planten eine Reihe von Anschlägen und hatten vor, den Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Extremismus, zu töten.

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