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Hierzulande wirbt die Linkspartei vor der Landtagswahl wieder mit der Einführung der Reichensteuer. Eine solche Steuer soll in der nahen Zukunft auch in Russland Realität werden: Luxussteuer soll sie genannt werden. In Russland ist die Schere zwischen Reich und Arm deutlich weiter als in Deutschland: einige Superreiche leben in einer Welt, die sich der überwiegende Teil des Volkes gar nicht ausmalen kann. Daher macht eine derartige Steuer in gewisser Weise in Russland auch Sinn. Dennoch die Frage: wer gilt eigentlich als „reich“? Bis zu welcher Einkunftsgrenze ist man noch „gut verdienend“ und ab wann ist man reich? Diese Frage haben die Marktforscher in Russland den Einwohnern verschiedener Städte gestellt.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres blicken wir auf das vergangene Jahr zurück. Wir haben über viele wichtige Ereignisse in Russland berichtet – einige davon wurden von einem russischen Forschungsinstitut zusammengetragen und zu einer Rangliste zusammengeführt. Hier ein kleiner Rückblick auf 2011.

  1. Das am meisten diskutierte Medienthema im Jahr 2011 wurden die Wahlen in die Staatsduma der Russischen Föderation.

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Ein Viertel der Arbeitnehmer kommt ständig verspätet zur Arbeit, trotz der Geldstrafen und des schlechten Gewissens

Ein größter Teil der Russen verurteilt das Zuspätkommen zur Arbeit. Das ganze Wesen protestiert gegen diese grobe Verletzung des Disziplinverhaltens, trotzdem kommen sie verspätet zur Arbeit. Solche widersprüchliche Schlussfolgerung lässt sich aus der Umfrage auf der Internetseite Joblist.ru  ziehen.

Noch vor einer Woche sprach man in Russland von einer Krise der Regierung: Die Doppelspitze von Putin und Medwedew konnte die Brände in Russland nicht stoppen, die Dürre beschädigte die Getreide, Preise auf Lebensmittel stiegen und das Volk fing langsam an an den Machtinhabern zu zweifeln.

Prompt lief die Propaganda-Maschine an und produzierte täglich Image-Videos für Präsident Medwedew und Regierungschef Putin. Die Meldungen über die Taten der beiden kamen eins nach dem anderen: