Die Nachrichten aus Fukushima und anderen Teilen Japans sind in den letzten Wochen in den Hintergrund gerückt. Stattdessen wird chaotisch über EHEC berichtet. Nichtsdestotrotz kämpfen Japaner mit der großen Atom Katastrophe in Fukushima. Wie man von Tschernobyl und anderen radioaktiv verstrahlten Zonen kennt, werden die Auswirkungen mit der Zeit sichtbar. So soll es angeblich ein Kaninchen 30 km von Fukushima entfernt ohne Ohren geboren worden sein. Das zeigt ein Video auf youtube eines Users mit dem Nickname Yuunosato.

Kaninchen ohne Ohren nahe Fukushima

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Die Ereignisse in Japan erinnern um so stärker an die Atom-Katastrophe in Tschernobyl, die am 26. April stattgefunden hat. Viele radioaktive Strahlung wurde freigesetzt und belastete die Menschen und die Umwelt in  Europa und vor allem in Weißrussland, Russland und in der Ukraine. Bis jetzt sind weite Gebiete rund um das Kraftwerk gesperrt, die Stadt Prypjat wurde zur einer Geisterstadt. Und immer noch gibt es Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen. Am 25. April fanden viele Demos der Atomkraftgegner statt. Am 26. April gedenkt man in der ganzen Welt die Opfer der Katastrophe. In Bamberg (Deutschland) wird ein Denkmal eröffnet.

Bei der Berlinale 2011 wurde ein spannender Film über die Tschernobyl-Katastrophe vorgestellt.

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Der Film „An einem Samstag“ (engl. Innocent Samstag – „Unschuldiger Samstag“, rus. В Субботу – Am Samstag) von Alexander Mindadze erzählt von dem Samstag des 26.04.1986 – dem Tag nach der Tschernobyl-Katastrophe in der Ukraine.

Tschernobyl - 25 Jahre Danach von David Schindler

Tschernobyl - 25 Jahre Danach von David Schindler

Tschernobyl und die verlassene Stadt Prypjat gehören zu den traurigen Momenten unserer Geschichte und Technologieentwicklung. Seit der Katastrophe am 26. April 1986 ist Tschernobyl fast verlassen und zum Teil vor der Öffentlichkeit gesperrt. In den letzten Jahren immer mehr Touristen und Fotografen interessieren sich für die verlassene Stadt – sie zählt auch zu den exotischsten Reisezielen der Welt. Fotograf David Schindler hat schöne Bilder gemacht und aufbearbeitet und zeigt einsame, ja intime Bereiche, die kaum jemand kennt.

Katastrophentourismus Tschernobyl: Forbes hat eine Liste mit exotischen Plätzen für Touristen veröffentlicht. Darunter ist auch Tschernobyl, der schon seit 1986 eine Sperrzone ist. Und das macht diesen Ort so interessant für Wissenschaftler, Touristen und Fotographen. Mittlerweile kann man auch ein Tag Touren zum Kernkraftwerk sowie zu der Geisterstadt Prypjat buchen, die zwischen 150 und 200 € liegen.

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