Emmanuel Frimpong im Dress des FC Ufa. Foto: Dmitri Sadovnikov, Soccer.ru

Emmanuel Frimpong im Dress des FC Ufa. Foto: Dmitri Sadovnikov, Soccer.ru

Man kann fast schon eine Vorlage für jede Saison der russischen Premier Liga  schreiben und sie wiederverwenden. Gleich im ersten Spiel der russischen Liga kam es zu einem rassistischen Skandal.

Immer wieder erreichen uns besorgniserregende Meldungen aus Russland, dem Gastgeber der Fussball-WM 2018.

Es ist nicht neu, dass die russischen Fans durch ihre rechten Weltansichten bekannt sind, dass sie sich aktiv an Straßenunruhen beteiligen und dass sie immer wieder für rassistische Aktionen gut sind. Neulich bekam das der in Russland spielende Weltmeister Roberto Carlos zu spüren, als ihm eine Banane vorgehalten wurde. In Russland werden oft afrikanischstammige Spieler mit Bananen beworfen, oder die Zuschauer immitieren Affen-ähnliche Laute.


Nachdem vor ca. einer Woche ein Fan von Spartak Moskau von kaukasischen Migranten ermordet wurden, herrscht Chaos und Gewalt in Moskau und St.Petersburg. Rechtsradikale und Nationalisten schlagen nicht russisch aussehende Männer zusammen. Gestern ist die Gewalt eskaliert. Hunderte von Rechtsradikalen Hooligans verprügelten Migranten in der Moskauer Innenstadt. Auch in der U-Bahn und am Rande der Stadt gab es Prügeleien mit insgesamt über 60 Schwerverletzten Kaukasier. Auch die Polizei war machtlos und konnte die Männer aus Kaukasus und Mittelasien nicht vor Übergriffen schützen. Es ist der schlimmste Pogrom in Moskau seit 2002, als beim Ausscheiden der russischen Nationalmannschaft bei der WM 2002 gegen Japan, die asiatischen Migranten zusammengeschlagen wurden und mehrere Restaurants und asiatische Geschäfte von Randalierern auseinandergenommen wurden.
Präsident Medwedew lobte übrigens die Polizei bei diesem Einsatz, was aufgrund dieses Videos zumindest fraglich klingt.