Polizei auf der Bolotnaja Ploschad. Foto: nr2.ru

Nach offensichtlichen Falsifikationen der Wahlergebnisse in Russland am vergangenen Wochenende, dauern die Proteste an. Die nächste Kundgebung ist in Moskau am kommenden Samstag geplant. Erwartet werden bis zu 30.000 Menschen.

In der russischen Hauptstadt wurde am 11. September das historische Gebäude der Moskauer Moschee-Kathedrale abgerissen. Das berichtet die Agentur „Interfax“.

Wie Konstantin Michailov – der Koordinator der Bewegung „Archnadzor“ (russ. „Architekturaufsicht“) – mitteilte, wurde einige Tage vorher „seitens muslimischer Öffentlichkeit eine offizielle Empfehlung abgegeben“, die die Anerkennung des Moschee-Gebäudes als Kulturgutobjekt vorschlug. „Ich denke, dass die Moschee ab dem Zeitpunkt dieser Antragstellung einen offiziellen Status als Objekt des Kulturerbes erlangte. Solche Fälle sind gesetzlich festgelegt. Dementsprechend erfordert die Gesetzgebung die physische Unversehrtheit solcher Objekte bis zu einer eindeutigen Entscheidung über deren Schicksal“, – sagte Michailov.

Erneuter Rückschlag für die Homosexuellen in Russland: gestern wurden  die Teilnehmer der Moskauer Gay-Parade von der Polizei mit freundlicher Unterstützung anderer Bürger vertrieben.

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Die Fotografen @Varlamov und @Aleshru haben Eindrücke gesammelt.

Sergej Sobjanin wurde im Amt des Bürgermeisters von Moskau bestätigt. Das geheime Wahlverfahren wurde am Donnerstag, den 21. Oktober in Rahmen der Sitzung der Moskauer Stadtduma durchgeführt. Der Sender „Vesti 24“ hat die Sitzung übergetragen.

Für Sobjanin, als Bürgermeister der Hauptstadt, haben 32 Abgeordnete ihre Stimmen abgegeben; dagegen haben nur 2 abgestimmt. Ein Abgeordneter ist bei der Sitzung nicht erschienen. Insgesamt haben an der Sitzung 34 Menschen teilgenommen.