Ein NASA Satellit UARS soll heute auf die Erde abstürzen. Dieser wurde vor sechs Jahren in den Kosmos geschickt und jetzt ist ihm der Treibstoff ausgegangen. Der größte Teil soll, laut NASA, in der Atmosphäre verglühen. Das wird aber wesentlich länger dauern, als bei einem Asteroid.

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In den nächsten Jahren wird Russland sich für Forschungen der Weltraumbiologie und -medizin engagieren: Mehrere Raumfahrzeuge mit Lebewesen an Bord werden auf die Umlaufbahn losgeschickt, so der Leiter des Instituts für medizinisch-biologische Probleme (IMBP), Igor Uschakow.

„Von 1973 bis 1997 wurden zahlreiche Satelliten mit biologischen Objekten abgeschickt. Wir hoffen, dass dieses Programm mit dem Absenden des ersten Biosputniks Bion-M am 29. Mai 2012 fortgeführt wird“, sagte er am Mittwoch in einer Radiosendung des Senders Golos Rossii (Die Stimme Russlands). Nach seinen Worten würden Mäuse, Eidechsen, Schnecken und Mikroorganismen in den Weltraum abreisen. Die Reise würde 30 Tage dauern. Uschakow fügte hinzu, dass der Start eines weiteren Foton-M-Raumflugkörpers, der auf der Umlaufbahn zwei Monate bleiben würde, voraussichtlich noch 2013 erfolgen sollte. Wie der Leiter der IMBP erzählte, seien Fahrten des Raumlabors OKA-T für 2015 und 2020 geplant. Das Labor werde in festen Abständen innerhalb von fünf Jahren an die Internationale Raumstation (ISS) anlegen, darin würden Astronauten biologische Wesen unterbringen. Nach der Rückkehr des Apparates könnten die ISS-Piloten ihren Zustand bewerten. Für 2016, 2018 und 2020 stehe der Abschuss kleinerer Raumkomplexe „Wozwrat“ auf dem Plan. Diese würden auf eine 200 Tausend Kilometer hohe, hochelliptische Laufbahn ausgeführt, das heißt, „Lebewesen werden sich im interplanetaren Raum befinden“, so der Uschakow.