Der Rubel über 50% an Wert verloren. Foto: https://flic.kr/p/q6mmzo

Der Rubel über 50% an Wert verloren.
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Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Süddeutsche einen Artikel über die Währungskrise in Russland. Darin diskutriert der Autor Ulrich Schäfer, was die Vorteile und Nachteile der Währungskrise für die Weltwirtschaft sind.

„Der Rubel fällt und fällt und fällt – und das ist gut so“ ist die eine These, „Der Rubel fällt und fällt und fällt – und das ist schlecht so“ die andere. Am Ende kommt der Autor mehr oder weniger zu dem Schluss, dass die erste These stimmt, denn Russlands Wirtschaft leidet nicht nur unter den vom Westen eingeführten Sanktionen, sondern auch von einer Verschiebung der globalen Machtverhältnisse im Energiemarkt.

Ich sehe dennoch keinen Einlass zur Freude, und möchte dazu ein Paar Gedanken teilen.

Ehemaliger stellvertretender Wirtschaftsminister Iwan Starikow war früher mal ein Landwirt und kennt die Spielregeln auf diesem Gebiet nicht nur aus Zeitungen. Er ist der Meinung, dass zum Jahresende eine durchschnittliche russische Familie ca. 40-42% des Gesamteinkommens für Nahrungsmittel ausgeben wird, wo es im letzten Jahr noch 35% waren.