Raucherin in Russland: jetzt muss sie aufpassen, wo geraucht werden darf

Raucherin in Russland: jetzt muss sie aufpassen, wo geraucht werden darf

Wie wir neulich berichteten, gilt in Russland seit dem 1. Juni der Rauchverbot an vielen öffentlichen Plätzen. Die Effektivität des neuen Gesetzes wird durch Umfragen, welche im zwei-Jahres-Turnus durchgeführt werden, evaluiert. Fraktionsmitglied von der Partei „Gerechtes Russland“ Michail Serdjuk erklärte, dass das Gesetz zuerst als eine Art „Test-Drive“ laufen werde. Das heißt, anfangs werden Raucher nicht bestraft, wenn sie an verbotenen Orten rauchen. Sie sollen sich erst an die Rechtsänderung gewöhnen. Nach seinen Worten, werde mit der Zeit die Öffentlichkeit selbst die Raucher bestrafen. Um deren Empörung zu entgehen, werden diese das Gesetz befolgen.

In dem Dumagebäude hat mit der Bekämpfung des Rauchens angefangen. Für die Mitarbeiter des Staatsapparats, Besucher und Journallisten wurde ein Raum zwischen dem alten und dem neuen Parlamentsgebäude zu Verfügung gestellt, den man nun mit der Gaskammer vergleicht. In dem kleinen Zimmer leidet unter anderen auch der Parlamentskorrespondent der Infox.ru.  Besonderes beneidet werden in diesen Umständen die Abgeordneten, für die die Beschränkungen aus irgendwelchem Grund noch nicht gelten.

In der Staatsduma hat man sich die Raucher vorgenommen. Am 24. Oktober in der 30-minutigen Mittagspause sind die Mitarbeiter der zehn Etagen des alten und der fünfzehn Etagen des neuen Parlamentsgebäudes herumgegangen und haben alle Aschenbecher aus der Treppenflur hinausgetragen. Sie wurden umgetauscht in die Schilder „Rauchen in den Staatsdumagebäuden ist verboten. Ein ausgestattetes Zimmer befindet sich auf dem ersten Stock des Übergangs zwischen den Gebäuden der Staatsduma“. Irgendwelche besondere Zuweisung haben die Beschäftigten des Staatsapparats noch nicht bekommen. Sie haben über die Innovation aus der Anzeige erfahren.

Der Mitinhaber des Verlagshauses „New Media Rus“ Aram Gabrejanow entlässt alle rauchende Mitarbeiter. Die Anordnung tritt am 1. Oktober in Kraft. Im Arbeitsgesetzbuch gibt es allerdings keinen Artikel, kraft dessen man wegen ungesunder Gewohnheiten gekündigt werden darf.
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