So sieht die Graffiti aus. Foto: Sergei Muchamedow, Ridus.ru

„Alle Juden und Mitglieder der anderen Diasporas der Stadt Moskau sollen am Tag der Ausstellung „Russland für Alle“ am Museum erscheinen. Mitzunehmen sind Papiere, Wertsachen und Lebensmittel für 2 Tage“ – dies ist die Spray-Schablone, die in der Nähe der studentischen jüdischen Organisation Gilel und der Moskauer Synagoge diese Woche auf mehrere Hauswände aufgetragen wurde. Die Leitung der Gilel hat bereits die Moskauer Polizei eingeschaltet, berichtete am Mittwoch Jewish.ru.

Das Afrikanische Ghetto in Moskau. Alle Fotos: Ilja Varlamov

Letzten Donnerstag berichtete der Moskauer Radiosender Vesti-FM von einer für Russland ungewöhnlichen Entdeckung: einem schwarzen Ghetto in Ljuberzi, einem Vorort von Moskau. Das Ghetto an sich wäre ja nichts schlimmes, wenn nicht die in der Sendung vorgetragenen Kommentare der Bewohner, die über das schreckliche Benehmen der Afrikaner berichtet haben: sie sollen aggressiv sein, viel trinken. Nacht sollen sie auf Kinderspielplätzen wild feiern und Tamtam spielen, so dass die Bewohner nicht ruhig schlafen können. Drogenhandel, Prostitution und Gewalt herrschen in den Strassen von Krasnye Gorki, dem besagten Stadtteil von Ljuberzi.