Wasserschlacht

Ausnahmsweise fröhliche Bilder aus Moskau. Am Wochenende fand in Moskau an den Fontänen des WWZ ein Flashmob statt, bei dem Hunderte von Leuten sich an einer Wasserschlacht beteiligten. Diesmal ging es im Schlacht nicht gegen Kaukasier, nicht gegen Homosexuelle, sondern einfach gegen alle anderen. Und man nutzte keine Fäuste und Steine, sondern Wasserpistolen und Eimer. Viel Spaß, viele Wet T-Shirts. Fröhliche Bilder aus Moskau in der Journalistischen-Community Ridus-News.

Immer wieder erreichen uns besorgniserregende Meldungen aus Russland, dem Gastgeber der Fussball-WM 2018.

Es ist nicht neu, dass die russischen Fans durch ihre rechten Weltansichten bekannt sind, dass sie sich aktiv an Straßenunruhen beteiligen und dass sie immer wieder für rassistische Aktionen gut sind. Neulich bekam das der in Russland spielende Weltmeister Roberto Carlos zu spüren, als ihm eine Banane vorgehalten wurde. In Russland werden oft afrikanischstammige Spieler mit Bananen beworfen, oder die Zuschauer immitieren Affen-ähnliche Laute.

Ende April fand erneut eine nationalistische Kundgebung in Moskau statt. Das Motto dieses Mal: „Hört auf Kaukasus zu ernähren!“

Foto: http://zyalt.livejournal.com

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Wir erinnern uns an die spontanen nationalistischen Übergriffe im Dezember des vergangenen Jahres in Moskau, bei denen mehrere Einwanderer verletzt wurden. Diesmal lief die Kundgebung weitaus friedlicher ab. Die Teilnehmer der Kundgebung, bei der ca. 500 Leute teilnahmen, äußerten ihre Kritik an der Politik der Regierung, die die Kaukasischen Regionen unterstützte. Laut den Teilnehmern, „ernährt“ Russland Kaukausus und bekommt aus den Regionen nichts zurück.

Am vergangenen Wochenende zogen die Rechtsextremen durch Russlands Straßen, schlugen auf Migranten ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Inzwischen gibt es erste Tote.

Foto: http://zyalt.livejournal.com/330396.html

Am Sonnabend hatten sich auf dem Manageplatz direkt am Kreml nach Behördenangaben etwa 5.000 Fussballfans und Anhänger nationalistischer Gruppen versammelt. Nach eigenen Angaben, waren es über 10.000.
Anlass für die unangemeldete Kundgebung war die Beerdigung eines Spartak-Fussballfans, der bei einer Schlägerei mit Kaukasiern in der vergangenen Woche getötet worden war.
Die Randalierer veranstalteten Massenschlägereien, griffen Polizei und Migranten an. 65 der Jugendlichen wurden von der Polizei vorläufig festgenommen, aber am Sonntag wieder auf freien Fuss gesetzt. Von den einigen Tausend Beteiligten an der Randale soll etwa die Hälfte Anhänger der nationalistischen Rechten gewesen sein.
Nach der Kundgebung bewegten sich die Nationalisten vom Manageplatz in die Straßen und Hinterhöfe von Moskau und griffen dort die Kaukasier und Asiaten an. Am Sonntag endete einer dieser Übergriffe für einen Kirgisen tödlich. Eine Gruppe von Jugendlichen ging auf den Kirgisen Schamschiew los und jemand stach dabei mit einem Messer zu. Schamschiew erlitt seinen Verletzungen.
Auch in Rostow und St.Petersburg randalierten die Rechtsextremen am Wochenende.
Hier sind Fotos vom Geschehen.
Hier sind noch einige Videos von den Auseinandersetzungen am Wochenende:
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Präsident Medwedew sagte die Situation sei unter Kontrolle.

Es breitet sich Protest gegen die Änderung der Zeitzonen.

Russische Regionen protestieren gegen die Idee des Präsidenten Dmitrij Medwedew, der die Reduzierung der Anzahl der Zeitzonen und die Annäherung zur Moskauer Zeit vorgeschlagen hat. Ende letzter Woche haben sich  mit dieser Bitte Angeordneten  der Regionen Primorie und Kamtschatka an die Regierung gewendet. Allerdings haben unzufriedene Einwohner  bereits angefangen, Unterschriften gegen diese Entscheidung zu sammeln: Bürger haben Angst vor der anschwellenden Kriminalität und fordern „ die Sonne den Menschen zurückzugeben“. Die Protestaktionen werden auch in Samara nicht nachgelassen, wo die Zeit noch im März geändert wurde.

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