Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Das skandalöse Anti-Homo-Gesetz wurd von der russischen Duma am Freitag beinahe einstimmig angenommen. Das Gesetzes über die Propoganda der Homosexualität, das sehr heftige Kritik von Menschenrechtlern und der LGBT-Gemeinde verursacht, hat nur einen Gegner gehabt. Ein Abgeordneter hat sich enthalten. Während des Vormittags diskutierten die Abgeordneten, ob die durch das Gesetzt entstandene öffentliche Diskussion über das Gesetz nicht im Gegenteil die beste PR-Maßnahme und Förderung gleichgeschlechtlicher Liebe sei, während vor den Toren der Staatsduma wieder die Fäuste der russisch-orthodoxen Aktivisten auf die versammelten LGBT-Aktivisten flogen.

LGBT Bewegung in Russland | Foto: RIA Novosti

LGBT Bewegung in Russland | Foto: RIA Novosti

Die LGBT Bewegung in Russland versucht schon seit 2006 ein Recht auf die Durchführung einer Parade bekommen, stößt jedoch immer auf Probleme und Ausreden der Moskauer Stadtverwaltung. Jetzt wollen sie ein neues Gesetz über die Gewährleistung der Rechte der russischen Bürger in Moskau auf die Versammlung im Rahmen der Demonstrationen, Feierlichkeiten, Paraden in speziellen Parks.

Verletzter nach dem Überfalls auf 7freedays in Moskau | Foto: mirrorsbreath/instagram.com

Verletzter nach dem Überfalls auf 7freedays in Moskau | Foto: mirrorsbreath/instagram.com

Am 11. Oktober 2012 stürmten 20 vermummte Männer den Klub 7FreeDays in Moskau, wo gerade eine private Gay Party stattfand, und haben nach den Worten „Show bestellt?“ angefangen 80 Gäste zu schlagen, wie russische Nachrichtenportale melden. Nach der Massenschlägerei sind die Angreifer aus dem Klub hinausmarschiert.

Opfer eines homophoben Gewalttats in der Ukraine. Foto: Анатолий Степанов (Anatolij Stepanov), Reuters

Übergriffe auf Schüsse beim Homo-Flashmob in St.Petersburg

Einige Dutzende Menschen versammelten sich am 17. Mai im Petrovskij Park in Sankt-Petersburg, um an einem „Regenbogen-Flashmob“ zur Unterstützung der Rechte von sexuellen Minderheiten teilzunehmen. Die sanktionierte Aktion verlief friedlich: die Teilnehmer verschenkten bunte Luftballons und hielten Plakate mit der Aufschrift: „Homosexualität ist keine Krankheit“.

Beim heutigen Besuch vom Papst Benedikt XVI in Barcelona protestierten ca. 200 Schwule und Lesben öffentlich gegen die Anti-Homosexuellen Politik der katholischen Kirche.

Bei seinem Besuch in Spanien verteidigte Papst Benedikt XVI die traditionellen Familienwerte: ein direkter Angriff auf spanische Gesetze, die Homosexuelle Ehen, einfache Scheidungen und Abtreibungen erlauben. Es war das zweite Mal in diesen Tagen, dass Benedikt die Politik der sozialistischen Regierung Spaniens kritisierte und Europa als Ganzes dazu aufrief zu christlichen Lehren wiederzuentdecken.