Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Das skandalöse Anti-Homo-Gesetz wurd von der russischen Duma am Freitag beinahe einstimmig angenommen. Das Gesetzes über die Propoganda der Homosexualität, das sehr heftige Kritik von Menschenrechtlern und der LGBT-Gemeinde verursacht, hat nur einen Gegner gehabt. Ein Abgeordneter hat sich enthalten. Während des Vormittags diskutierten die Abgeordneten, ob die durch das Gesetzt entstandene öffentliche Diskussion über das Gesetz nicht im Gegenteil die beste PR-Maßnahme und Förderung gleichgeschlechtlicher Liebe sei, während vor den Toren der Staatsduma wieder die Fäuste der russisch-orthodoxen Aktivisten auf die versammelten LGBT-Aktivisten flogen.

Foto: Gayrussia.eu Proteste in Archangelsk

Der umstrittene Gesetzentwurf „gegen Homosexualitäts- und Pädophiliepropaganda unter Minderjährigen“ wurde von der Abgeordnetenversammlung der Stadt St. Petersburg in der dritten Lesung gebilligt und zur endgültigen Genehmigung dem Bürgermeister vorgelegt. Die Abstimmung ergab insgesamt 26 Stimmen für das Gesetz, 5 Abgeordnete der Oppositionspartei „Jabloko“ stimmten dagegen, deren Parteichef Grigorij Jawlinski enthielt sich die Stimme, was zu einer großen Verwunderung innerhalb der russischen homosexuellen Community führte.