Ilja Ponomarjow, Foto: Facebook.com

Ilja Ponomarjow, Foto: Facebook.com

Wir schreiben März 2014. Am 20. März verabschiedet das russische Parlament (die Duma) in einer Sondersitzung nach der pathetisch die Staatshymne am Schluss gespielt wird, ein Gesetz über die Anerkennung von Krim als Teil Russlands. Die im Westen oftmals kritisierte Annexion wird fast einstimmig angenommen. Fast. Denn 445 Abgeordnete stimmten für und einer war dagegen. Dieser einer ist Ilja Ponomarjow von der Partei „Sprawedliwaja Rossija“ (Gerechtes Russland) – eine der 3 Pseudo-oppositionellen Parteien in Russlands Parlament. Der einzige nicht Pseudo ist Ponomarjow.

Partei der 10 Gebote

Partei der 10 Gebote

In Russland entsteht noch eine Partei – die Partei der 10 Gebote. Die Idee ist eigentlich nicht schlecht: der Politik wieder Moralität und das „göttliche Licht“ zu verleihen.

Jedoch gibt es Zweifel an der Ehrlichkeit der neuen Parteigenossen…Mag hinter dieser Idee vielleicht ein neues Projekt der „Polittechnologen“zu stecken, die besorgt sind über das schlechte Rating der Partei „Einiges Russland“? Besteht der Sinn des Projekts möglicherweise darin, den Wähler ins Kleinliche verfallen zu lassen, damit er überhaupt nicht mehr begreifen kann, wofür und was er wählen soll?

Sollte dies der Fall sein, dann wird die neue seelen-rettende Partei die gleiche Rolle spielen, die Dutzend anderer Parteien, kloniert im Kreml, bereits ausführen. Die Rolle des politischen Statisten.

Putin: Die Umfragen zeigen, dass sein Rating sinkt

Das Vertrauensrating von Putin bei der russischen Bevölkerung ist von 55 % (März) auf 48 % (Ende Mai) gesunken: das zeigen die Forschungen von Soziologen der Stiftung „Öffentliche Meinung“, die am Donnerstag veröffentlicht wurden (Quelle: Interfax).

Posner mit Clinton, Foto: http://www.flickr.com/photos/statephotos/4456527049/sizes/m/

Ministerpräsident Dmitrij Medvedev nimmt am 4. Juni 2012 als Gast am Programm von Vladimir Posner im Ersten Russischen Fernsehen teil. Eine entsprechende Annonce des „Posner“-Programms erschien kürzlich bei diesem TV-Sender.

Foto: Gayrussia.eu Proteste in Archangelsk

Der umstrittene Gesetzentwurf „gegen Homosexualitäts- und Pädophiliepropaganda unter Minderjährigen“ wurde von der Abgeordnetenversammlung der Stadt St. Petersburg in der dritten Lesung gebilligt und zur endgültigen Genehmigung dem Bürgermeister vorgelegt. Die Abstimmung ergab insgesamt 26 Stimmen für das Gesetz, 5 Abgeordnete der Oppositionspartei „Jabloko“ stimmten dagegen, deren Parteichef Grigorij Jawlinski enthielt sich die Stimme, was zu einer großen Verwunderung innerhalb der russischen homosexuellen Community führte.

Seite 1 von 3123