Ilja Ponomarjow, Foto: Facebook.com

Ilja Ponomarjow, Foto: Facebook.com

Wir schreiben März 2014. Am 20. März verabschiedet das russische Parlament (die Duma) in einer Sondersitzung nach der pathetisch die Staatshymne am Schluss gespielt wird, ein Gesetz über die Anerkennung von Krim als Teil Russlands. Die im Westen oftmals kritisierte Annexion wird fast einstimmig angenommen. Fast. Denn 445 Abgeordnete stimmten für und einer war dagegen. Dieser einer ist Ilja Ponomarjow von der Partei „Sprawedliwaja Rossija“ (Gerechtes Russland) – eine der 3 Pseudo-oppositionellen Parteien in Russlands Parlament. Der einzige nicht Pseudo ist Ponomarjow.

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Die Auseinandersetzung vor der Duma. Foto: Anton Tushin. Ridus.ru

Das skandalöse Anti-Homo-Gesetz wurd von der russischen Duma am Freitag beinahe einstimmig angenommen. Das Gesetzes über die Propoganda der Homosexualität, das sehr heftige Kritik von Menschenrechtlern und der LGBT-Gemeinde verursacht, hat nur einen Gegner gehabt. Ein Abgeordneter hat sich enthalten. Während des Vormittags diskutierten die Abgeordneten, ob die durch das Gesetzt entstandene öffentliche Diskussion über das Gesetz nicht im Gegenteil die beste PR-Maßnahme und Förderung gleichgeschlechtlicher Liebe sei, während vor den Toren der Staatsduma wieder die Fäuste der russisch-orthodoxen Aktivisten auf die versammelten LGBT-Aktivisten flogen.

In Moskau findet heute ein Autokorso für faire Wahlen statt. Die Aktion wurde von der Organisation „Liga der Wähler“ veranstaltet.

Sie ist nicht mit der Polizei abgesprochen und nicht bei der Stadt Moskau angemeldet, jedoch sollten die teilnehmenden Autofahrer keine Sanktionen fürchten, so lange sie den Verkehr nicht behindern. Die Teilnehmer haben ihre Autos dekoriert. Vorneweg fährt ein Geländewagen mit der Aufschrift „T-34“. T-34 ist ein Panzermodell, dass während des 2. Weltkriegs eingesetzt wurde. Start ist um 11 Uhr MEZ.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres blicken wir auf das vergangene Jahr zurück. Wir haben über viele wichtige Ereignisse in Russland berichtet – einige davon wurden von einem russischen Forschungsinstitut zusammengetragen und zu einer Rangliste zusammengeführt. Hier ein kleiner Rückblick auf 2011.

  1. Das am meisten diskutierte Medienthema im Jahr 2011 wurden die Wahlen in die Staatsduma der Russischen Föderation.

Walujew im russischen Parlament. Foto: RIA Novosti

Heute hat die erneuerte russische Duma – das Abgeornetenhaus in Russland – ihre Arbeit nach den Skandalwahlen am 4. Dezember aufgenommen. Trotz vieler Proteste hat keiner seinen Mandat niedergelegt. Somit sind heute auch viele neue Gesichter in das weiße Haus reinspaziert. Jedoch sind einiger dieser Gesichter dem breiten Publikum bekannter als andere. Und einige der Gesichter der russischen Politikerinnen können sich sogar sehen lassen.

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