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Die Domstadt hat viel Lob für die Aktion am Montag letzte Woche erhalten. Von überall – von der in- und ausländischen Presse, von internationalen Politikern, und sogar vom Gott höchstpersönlich. Köln feierte sich. Alle fanden es toll, dass die Stadt „ein Zeichen gegen Rassismus“ gesetzt habe. Der Dom, die Rheinbrücke und andere Gebäude der kölner Skyline blieben am Montag ab 18:30 unbeleuchtet. Außerdem versammelten sich einige Tausende Demonstranten, um sich gegen Pegida zu äußern, und den Marsch von Pegida zu verhindern. An unterschiedlichen Stellen sollte die Gegendemonstranten die Islamkritiker blokieren. Im Netz tauchten  Karten wie diese auf auf denen die Route der Kögida aufgezeichnet war, sowie an welchen Stellen welchen Bewegungen die Demo stören sollten.

Moskauer Behörden stimmten einer Demonstration der Gewerkschaften zu, die am 1. Mai 2012 mit ca. 100 Tausend gemeldeten Teilnehmern starten soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Interfax“ mit dem Verweis auf eine Quelle im Ministerium für regionale Sicherheit der Moskauer Regierung. Gewerkschaftsaktivisten werden Twerskaja Straße über Mochowaja bis Borovizkaja Platz passieren, der Demo-Zug startet um 8:30.

Liebe Blog-Leser!

Vielen Dank an alle Teilnehmer unserer Russendisko-Verlosung. Ihr habt eine bunte Playlist für die Russendisko zusammengestellt:

Ganz viel russischer Pop-Musik ist auf jeden Fall dabei: die Bands aus den Neunzigern und späten Achtzigern wie Laskowyj Mai, Viktor Zoi und Kombinazija, Musik aus dem letzten Jahrzehnt wie eine der erfolgreichsten russischen Pop-Bands Ruki Wwerch, sowie aktuelle russische Hits wie die Songs von Peter Nalitsch, Leningrad und Opium Project.

Russland ist schon ein sonderbares Land, wenn es um Politik geht. Kaum in einem anderen Land setzen sich so viele Menschen für oder gegen bestimmte politische Kräfte ein. Vergleicht man Deutschland damit, ist die Politikverdrossenheit hierzulande deutlich zu spüren. Kann sich jemand vorstellen, dass gleichzeitig in mehreren Städten Deutschlands Tausende Menschen auf die Straßen gehen, und das nicht weil sie zur Public Viewing, Love Parade oder einem Karnevalszug wollen, sondern um gegen oder für einen Bundeskanzlerkandidaten sind? Nein, wir können und das schlecht vorstellen.

Demo für freie Wahlen in Moskau. Foto: Ridus.ru

Der russische Präsident Dmitrij Medvedev äußerte sich kritisch gegenüber den Leitsätzen, die Volksversammlung auf Bolotnaja Plotschad in Moskau und andere Teilnehmer der Protestaktion am 10. Dezember anwandten. Das gab er auf seiner Webseite bei Facebook am 11. Dezember bekannt.

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