BRICS-Treffen. Foto: kremlin.ru

BRICS-Treffen. Foto: kremlin.ru

Auf der jüngsten Versammlung der BRICS-Staaten Ende März verabschiedeten die fünf Staatsoberhäupter von Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika den Entwurf eines gemeinsamen Reservefonds. Dieser stellt eine Art Kasse gegenseitiger Unterstützung dar, die nur in Notfällen angefasst werden darf. Der Umfang des Reservefonds beträgt 100 Milliarden US-Dollar. Allein seine Existenz stärkt das Vertrauen der Investoren in Märkte der BRICS-Staaten.

Dmitry Medwedew hat während seine viertägigen Afrikareise Ägypten, Nigeria, Namibia und Angola. Was machen diese Länder so besonders wichtig, dass ein russischer Staatspräsident sie ausgesucht hatte? Russland will die letzten Jahrzehnte, in den es Afrika vernachlässigt hatte, nachholen und neue Wirtschaftskontakte knüpfen. Zentrales Thema war Afrikas schnell expandierende Erdgasproduktion, die in vielen Ländern Europas als attraktive Alternative zu russischem Gas gilt. Russland bietet afrikanischen Ländern jetzt an, das Knowhow des weltgrößten Gasexporteurs Gazprom zur Erschließung ihrer Öl- und Gasvorkommen zu nutzen.