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Skandal um zerstörte Dörfer in Balaschicha

Im Kreis Balaschicha werden die Bewohner des Territoriums der schon  ehemaligen Gärtner-Gesellschaft „Metallurg“ zu den Ruinen  ihrer eigenen Häuser  nicht zugelassen.

Der Skandal brach letzte Woche aus, als mehrere Hunderte Privatgebäuden dem Erdboden gleichgemacht wurden.Die Reste des Eigentums durften die Leute ausplündern, die sich als Arbeiter bezeichnet haben, teilt „Vesti-Moskwa“ mit.

“ Es gibt keine Wertsachen mehr, alles wurde einfach geklaut! Auf dem Dachboden lag eine Benzinsense, ich hatte gute Möbel, mein Kind hatte Lehrbücher“, – empört sich eine der Mitglieder der Gärtner-Gesellschaft „Metallurg-2“ Natalja Kosyrewa.

Die Trümmer, die von den 300 Häusern der Siedlung der Gärtner „Metallurg“ geblieben sind, die sich in der Nähe von Balaschicha befindet, wurden den Gastarbeitern zum Ausrauben erlassen. Unter dem Schutz der mit Maschinenpistolen bewaffneten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes beluden die Arbeiter die Lastwagen mit dem Gut der anderen Leute voll. Den Namen des Arbeitgebers kannten sie dabei nicht. Dieselben bewaffneten Menschen lassen die Gärtner nicht zu den Ruinen ihren eigenen Häusern zu. Man ist gezwungen Umwege zu nutzen.

„Das ist mein Haus, das ich die ganze 20 Jahre lang gebaut habe. Es gab 2 Gewächshäuser, 20 Bäume, alle waren fruchtbringend. Es ist nichts geblieben, plötzlich hat man alles ohne Vorankündigung vernichtet, ohne irgendwelche Dokumente vorzuzeigen.

Planierraupen und Bagger haben bei der Unterstützung der Polizei das Dorf umkreist und angefangen die Häuser zusammen mit den Menschen, die drin waren, zu zerstören.

Die Version der Administration von Balaschicha lautet: das Land wurde zum Zweck der Bauarbeiten übergegeben, der Mietvertrag mit den Gärtnern wurde gekündigt, und von dem Territorium haben angeblich die Kriminellen aus dem nahen Ausland und Drogendealer Besitz ergriffen.

Laut den Worten des Stellvertreters des Vorsitzenden der Gärtner-Gesellschaft „Metallurg-2“ Larissa Jemez, wurde die Entscheidung über die Kündigung der Mietverträge illegal getroffen, und die Bewohner von Balaschicha haben beschlossen, das Gericht heranzuziehen. Die Gerichtverhandlung war genau deswegen nötig, weil die Administration von Balaschicha mehr als 10 Jahre lang die Registrierung der Häuser in die Länge gezogen hatte, obwohl es alle nötigen Dokumente und keine Mietschulden gegeben hatte.

Aber auch wenn ein Haus nicht registriert ist, ist der Abbruch nur nach einem Gerichtsurteil über jedes einzelne Gebäude, bei der Anwesenheit der Gerichtsvollzieher, nach der Aufzählung der Privatgüter möglich.

Das Gericht fand die Anklage der Bewohner gerecht, aber das hat ihnen nicht geholfen – wenn die Gärtner während des Abbruchs versucht haben, der Polizei die Kopien der Urteile der Handelsgerichte, darunter auch den des obersten Handelsgerichts, vorzuzeigen, wurden sie gewaltig von ihren Gärten ausgeworfen.

Der Stellvertreter des Leiters der Administration des Kreises Balaschicha Michail Tschunichin erklärte: es gab keine Häuser im Dorf, und weder Juristen noch er selbst haben irgendwelche Gerichtsurteile gesehen. Und die angeheuerte Firma hat sich angeblich mit dem Mülltransport beschäftigt.

Laut den Worten von Tschunichin, wurde der Abbruch der Gebäude nach einem Gerichtsurteil durchgeführt, aber es gibt immer noch keine genauen Angaben, wann und welches  Gericht die Entscheidung getroffen hat. Das einzige Dokument, das bei der Administration gefunden wurde, hat nichts mit der Gärtner-Gesellschaft zu tun. Im Dokument geht es um ein Bauunternehmen, um ein anderes Gebiet, das dem Unternehmen erst letztes Jahr übergegeben wurde.

„Die Administration hat nur das Urteil über den Abbruch des 16. Gebietes, das sich seitlich befindet. Aber weggeschwemmt wurden das 12., das 13. und das 14. Gebiete, wo wir das Gerichtsurteil über das Verbot des Abbruchs haben“, – bemerkt Larissa Jemez.

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