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Schulfrei NRW? – Montag, 20.12.2010

Am Wochenende vom 18-19. Dezember 2010 gab es in ganz NRW heftige Schneefälle. Viele Menschen lassen am Montag ihr Auto stehen oder arbeiten von zuhause. Aber wie sieht es aus für die Schüler? Gibt es auch Schulfrei in NRW am 20.12.? Dieselbe Frage stellt sich für Niedersachsen.

Das Schulministerium NRW sagt folgendes: In NRW entscheidet nicht die Schule, ob die Schüler bei schlechten Witterungsverhältnissen zum Unterricht müssen, sondern die Eltern (oder, bei volljährigen Schülern – die Schüler selbst). Da das Nichterscheinen in der Schule in derartigen Fällen entschuldigt ist, können Schülerinnen und Schülern hieraus auch keine negativen Konsequenzen entstehen. Sogar bei Klausuren bieten die Schulen einen Nachschreibetermin an. Das ist eine gute Nachricht für alle Eltern und Schüler, die wissen wollten, ob es in Köln, Düsseldorf und anderen Regionen von NRW schulfrei gibt.

Auch ein Schneefall gehört zu solchen „schlechten Witterungsverhältnissen“. Wichtig ist, dass die Schüler und Schülerinnen zur Schule sicher ankommen. Wenn sich Eltern dafür entscheiden, ihr Kind nicht zur Schule zu schicken, warnt allerdings das Schulministerium muss die Schule darüber unverzüglich, am besten per Telefon noch am selben Morgen, informiert werden. Das  bedeutet, wer sich dafür entscheidet, am Montag zuhause zu bleiben und somit sich Schulfrei zu nehmen, muss die Schule anrufen und über den Grund des Fehlens informieren.

Hier die rechtliche Grundlage dazu:

12 – 52 Nr. 11 Schulversäumnis
1. Nicht vorhersehbare zwingende Gründe sind z. B. ein Unfall oder ein Todesfall in der Familie.
Ein zwingender Grund für ein Schulversäumnis kann auch der plötzliche Eintritt extremer Witterungsverhältnisse sein. In diesem Falle entscheiden die Erziehungsberechtigten bzw. volljährigen Schülerinnen und Schüler selbst, ob der Weg zur Schule zumutbar ist.
2. Ein ärztliches Attest ist in der Regel nur dann anzufordern, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass gesundheitliche Gründe nur vorgeschoben werden. Es genügt die Vorlage eines hausärztlichen Attestes.
Wenn die Schule in besonderen Fällen ein schul- oder amtsärztliches Gutachten einholt (z. B. bei besonders häufigem, mit Krankheit begründetem Fehlen oder außergewöhnlicher Dauer der Krankheit), trägt die Schule die Kosten des Gutachtens.

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