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Sankt-Petersburg: Die Eremitage und ihre Meisterwerke der Kunst

St.Petersburger Eremitage.Foto: Julija Kasjanowa

St.Petersburger Eremitage.
Foto: Julija Kasjanowa

Die Petersburger Eremitage, fast genauso berühmt wie Pariser Louvre, ist eines der größten Kunstmuseen Europas. Nur wenigen ist bekannt, dass die Anzahl seiner Kunstsammlungen sogar Louvre übertrifft, und die Ausstellungsstücke belaufen sich auf über 3 Millionen Exponate.

Das Museum auf dem Schlossplatz befindet sich in fünf wunderschönen Altbaugebäuden, einen der würdigsten Repräsentanten der ehemaligen Hauptstadt des Russischen Reiches: Winterpalast, Alten Eremitage, Neuen Eremitage, Kleinen Eremitage und dem Eremitagetheater.

Einen kolossalen Eindruck macht auf die Besucher der Wintergarten, ein repräsentatives Beispiel des russischen Barock. Er wurde in 1754-1762 für die Kaiserin Elisabeth erbaut als krönendes Werk des Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli. In der Fassade des Gebäudes finden sich einige Hundert Säulen und Fenster in 16 verschiedenen Varianten wieder. Der Palast war bis zur Revolution offizielle Residenz der Zarenfamilie. Seine Außengestaltung blieb seit 2,5 Jahrhunderten fast unverändert, im Inneren wurde er mehrmals modernisiert und restauriert.

Die Zaren sparten nicht an Gestaltung und Ausstattung der Gebäude, welche die Macht und Größe des Russischen Reiches symbolisieren sollten.  Es reicht, die wunderschöne Jordantreppe oder den Kleinen Thronsaal mit versilbertem Thron (1731), zum Gedächtnis an Peter I. errichtet, zu erwähnen. Sehr beeindruckend wirken der Malachit-Saal, geschmückt mit Säulen und Vasen, sowie der mit Carrara-Marmor ausgelegte St.-Georg-Saal. Der größte Raum ist der Nikolai-Saal, heute wird er für Sonderausstellungen genutzt.

St.Petersburger Eremitage. Foto: Denis Machmutow

St.Petersburger Eremitage. Foto: Denis Machmutow

In den Wänden des Winterpalastes spielten mehrere historisch bekannte Ereignisse ab. Während des Ersten Weltkrieges befand sich hier ein Feldlazarett, im Juli 1917 war er Sitz der provisorischen Regierung. Der Winterpalast wurde in der Zwischenkriegszeit in den Gebäudekomplex der Eremitage eingegliedert.

Katharina die Große fügte dem Winterpalais die steinerne Kleine Eremitage hinzu (1764 – 1767). Einige Jahre später wurde, um die immer größer werdende Kunstsammlung unterzubringen, nach dem Projekt von Velten die Große (Alte) Eremitage erbaut. Später kamen das Theater und die Neue Eremitage (1839-1851) als einziges Museumsgebäude im Ensemble hinzu.

Erste Kunststücke der Eremitage-Sammlungen wurden durch Katharina die Große erworben. Der Schwerpunkt lag auf der westeuropäischen Kunst. Sie bereicherte die Kollektion um 2,5 Tausend Gemälde, 10 Tausend Bilder und genauso viele Edelsteine.

Nach der Revolution infolge der Verstaatlichung des Privateigentums wurde Eremitage zu einem der bedeutendsten Museen der Welt. Ihre Sammlungen beinhalten Kunststücke aus der Antike bis zur Gegenwart.

Die Besichtigung beginnt man am besten mit repräsentativen Sälen des Winterpalastes, um dann in Ausstellungsräume konkreter Epochen hinüberzugehen.

Unter prähistorischen Denkmälern heben sich besonders die Werke der Skythen hervor (7 – 3 Jh. V. Chr.): der goldene Hirsch am Schild und die Vase aus Chertomlyk. Klassische Kunst wird vor allem durch eine herrliche Kollektion rot- und schwarzfiguriger attischer Vasen aus dem 6-4 Jahrhundert v. Chr. repräsentiert, sowie durch Tonfiguren aus Tanagra.

Die in der Ermitage ausgestellten europäischen Sammlungen sind auch nicht zu übertreffen. Die italienische Schule wird durch Fra Angelico, Leonardo da Vinci, Raffael, Tizian und Caravaggio repräsentiert. In der moderateren spanischen Kollektion befinden sich solche berühmten Künstler wie El Greco, Murillo, Zurbaran und Velasquez. Desweiteren sind hier der flandrische Künstler Rubens und unzählige Werke des holländischen Malers Rembrandt zu finden, unter anderem „Das Opfer Abrahams“ und die volle verborgener Emotionen „Kreuzabnahme“.

Darüber hinaus kann Eremitage zurecht auf solche französischen Kunstwerke aus dem 18 Jahrhundert stolz sein wie Arbeiten von Claude Lorrain, Nicolas Poussin, Antoine Watteau und Jean-Honoré Fragonard.

2 Kommentare zu “Sankt-Petersburg: Die Eremitage und ihre Meisterwerke der Kunst”

  1. […] Informationen der RIA Novosti-Agentur schickte Eremitage in die spanische Hauptstadt nicht nur Malereiwerke, sondern auch Skulpturen und archäologische […]

  2. […] Worten von Aschot Dzhazojan – dem Organisator des Forums – ist die Eremitage als Ort der Veranstaltung keine zufällige Wahl gewesen. Ausstellungsstücke, die aus […]

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