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Russische Kommunisten wollen die Nationalität im Ausweis wiederherstellen

Der russische Paß: heute noch ohne den Eintrag zur Nationalität

In der Sowjet-Zeit gab es im russischen (UdSSR-) Ausweis eine gefürchtete Zeile: die sogenannte „fünfte Zeile“, in der die Nationalität eingetragen war. Viele Nichtrussen freuten sich, als diese Zeile aus dem neuen russischen Pass entfernt wurde. Jetzt will die Kommunistische Partei Russlands diese Regelung wiedereinführen.

Die fünfte Zeile war für viele in Russland ein großes Problem: in einem multinationalen Land wie UdSSR (und auch Russland) gibt es viele Einwohner nicht russischer Herkunft – nationale Minderheiten: Ukrainer, Weißrussen, Tataren, Juden, Deutsche, Kasachen, Georgier, Armenier und viele, die man nicht kennt: Einwohner der kaukasischen Republiken oder von Sibirien. Oft wurden die Menschen anhand von ihrem Eintrag in der fünften Zeile des Ausweises diskriminiert – sie wurden nicht angestellt, wenn sie nicht Russen waren, oder durften sich innerhalb großer Städte nicht ansiedeln (z.B. die Deutschen in der Mitte des 20. Jahrhunderts).

Die Kommunistische Partei Russlands (KPRF) hat sich vorgenommen, diesen Eintrag wiederherzustellen, um „dem russischen Volk den Status des Staats-bildenden zurückzugeben“, was dies auch immer bedeuten mag. Wie der Sekretär der KPRF Sergej Obuchow am Montag mitteilte, liegt das grundsätzliche Problem Russlands darin, dass der Titelstatus der Russen nicht in der Verfassung eingetragen ist.

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