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Russische Abgeordnete sind privilegierte Raucher

In dem Dumagebäude hat mit der Bekämpfung des Rauchens angefangen. Für die Mitarbeiter des Staatsapparats, Besucher und Journallisten wurde ein Raum zwischen dem alten und dem neuen Parlamentsgebäude zu Verfügung gestellt, den man nun mit der Gaskammer vergleicht. In dem kleinen Zimmer leidet unter anderen auch der Parlamentskorrespondent der Infox.ru.  Besonderes beneidet werden in diesen Umständen die Abgeordneten, für die die Beschränkungen aus irgendwelchem Grund noch nicht gelten.

In der Staatsduma hat man sich die Raucher vorgenommen. Am 24. Oktober in der 30-minutigen Mittagspause sind die Mitarbeiter der zehn Etagen des alten und der fünfzehn Etagen des neuen Parlamentsgebäudes herumgegangen und haben alle Aschenbecher aus der Treppenflur hinausgetragen. Sie wurden umgetauscht in die Schilder „Rauchen in den Staatsdumagebäuden ist verboten. Ein ausgestattetes Zimmer befindet sich auf dem ersten Stock des Übergangs zwischen den Gebäuden der Staatsduma“. Irgendwelche besondere Zuweisung haben die Beschäftigten des Staatsapparats noch nicht bekommen. Sie haben über die Innovation aus der Anzeige erfahren.

Folgend der angegebenen Adresse haben Raucher ein Zimmer mit der Fläche nicht mehr als 25 m² mit sechs Aschenbecher entdeckt. Wenn man zu den Mitarbeitern des Parlaments noch Journalisten und anderen Besucher hinzurechnet, dann kommt man zu Ergebnis, dass ca. 6000 Menschen täglich zum Ochotnyi Rjad (der Ort des Gebäudes) kommen. Wie viele von ihnen an der Rauchabhängigkeit leiden, hat noch niemand gemessen. Aber alle in einem Raum gesammelt, haben sie geschafft, das kleine Zimmer nur in wenigen Stunden in eine Gaskammer zu verwandeln.

Wahrscheinlich  waren solche so zu sagen nicht sehr komfortable Bedingungen als eine Erziehungsmaßnahme geplant. Allerdings haben die Raucher sie anscheinend nicht geschätzt. Im Gespräch untereinander haben sie schlecht über den Leiter der LDPR-Fraktion Igor Lebedew gesprochen. Angeblich hat er sich per Brief an Vorstandssprecher Boris Gryzlow darüber beschwert, dass sich Rauch in seinem Arbeitszimmer im zehnten Stock ansammelt.

Die Raucherobstruktion ist in vielen großen Gesellschaften sehr beliebt. Die Besonderheit der Antinikotinkampagne in der Duma besteht in ihrer wählerischen Art. Für die Abgeordneten gibt es ein Extrarauchzimmer in der geschlossenen Zone neben der Bar und Billard. Wenn man das gemeinschaftliche Zimmer nicht benutzen will, darf man auch in dem Arbeitszimmer rauchen. Das heiß offiziell ist es verboten, aber es ist für die Abgeordneten zulässig. Unter Normalsterblichen hat sich eine privilegierte Klasse gebildet.

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