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Polizei auf Youtube: in Russland setzt das Innenministerium auf neue Medien

Das Innenministerium der Russischen Föderation erteilt auf YouTube Ratschläge für russische Bürger

Das Innenministerium Russlands eröffnete im Internet auf der Webseite YouTube seinen offiziellen Videokanal. Die Mitarbeiter des Ministeriums hegen die Hoffnung, dass die YouTube-Fangemeinde ihre Aufmerksamkeit von Auftritten der Enthüller und Missgeschicken der „pinkelnden Polizisten“ auf „abwechslungsreiche Videos mit den Empfehlungen vom Innenministerium “ verlagern würde.

Im Moment können sich Senderzuschauer drei Videos anschauen, die Internet-Abzocker, Kinder-sicherheit und Kampf gegen Verbrechen im Verkehr betreffen, berichtet ITAR-TASS. Die Spots sind alle in einheitlichem Stil gestaltet: auf dunkelblauem Hintergrund kommen aus verschiedenen Richtungen Wörter „angeflogen“, die sich zu „gebrochenen“ Sätzen bilden und von unscheinbaren Bildern begleitet werden.

YouTube Preview Image

„Das Hauptziel ist dabei, die Bürger über mögliche Verbrechen aufzuklären und hiermit auch versuchen diese Verbrechen zu verhindern. Wenn man rechtzeitig und bildhaft die Schemata der Betrüger darstellt, werden Menschen skeptischer und besser auf verschiedene Notsituationen vorbereitet“, – sagte der Vorsitzende des Amtes für Mitarbeit mit den Instituten der Bürgergemeinschaft und Massenmedien des russischen Innenministeriums Generalmajor des Innendienstes Valerij Gribakin. Er betonte, dass „die Liste der Videos sich ständig erneuern wird, je nach der Aktualität dieser oder jener Fragen der Vorbeugungsarbeit“.

Im ersten zweiminütigen Video „Sicherheit im Internet“ wird hervorgehoben, dass oft Frauen zu Opfern der Verbrechen werden, die oft auf Tricks der sogenannten Heiratsschwindler hereinfallen. In der Regel wenden sich die Betroffenen nicht an die Polizei, weil sie die Schuld nur bei sich selbst suchen.

„Laut durchgeführten Umfragen gehen nur 10% der Frauen, die Opfer der Internet-Verbrechen wurden, zur Polizei. Das ist aber falsch, denn so können die Übeltäter ihre kriminelle Tätigkeit weiterhin ohne Angst vor Bestrafung fortsetzen“, – unterstrich Gribakin.

Die Polizisten empfehlen den Bürgern Angaben über ihre finanzielle Situation in sozialen Netzen nicht an die große Glocke zu hängen, Fotos ihrer Wohnungseinrichtung und ihrer Schmuckstücke nicht zu präsentieren, um die Aufmerksamkeit der Verbrecher nicht auf sich zu ziehen.

Das zweite Video „Sicherheit im Verkehr“ rät den Bürgern, insbesondere weiblichen Geschlechts, in zufällige Autos mit Verdunkelungsscheiben nicht einzusteigen, wenn sich dort außer dem Fahrer auch andere Passagiere befinden, und lieber ein legales Taxi zu nehmen.

„Wenn die Umstände sich aber so fügen, dass man doch per Anhalter fahren muss, sollte man die Kfz-Kennzeichen und –Marke des Autos seinen Freunden und Verwandten so mitteilen, dass der Fahrer es auch mitbekommt“, – zitiert RIA „Nowosti“ die Aussage von Valerij Gribakov.

Im dritten Spot werden Instruktionen für Kinder erteilt: nicht mit Fremden weggehen, die Tür den Unbekannten nicht öffnen und richtig die Frage, ob die Eltern zu Hause seien, beantworten. Die Erwachsenen werden aufgefordert, mit den Kindern vertrauliches Verhältnis aufzubauen, damit sie immer über deren Aktivitäten und Probleme Bescheid wissen, und die Verbindung zum Kind nicht abbricht. Z.B. sollten im Voraus die Routen ausgearbeitet werden, die das Kind unterwegs von zu Hause in die Schule, zu außerschulischen Einrichtungen und zurück einlegt.

„Eltern und Pädagogen sollen im Vorfeld mit dem Kind alle möglichen schwierigen Situationen absprechen, in die es einmal geraten kann, ihm die richtige Handlungsreihenfolge erklären“, – betont der Innenministeriumssprecher.

Im Ministerium rechnet man damit, dass zu den Zuschauern des neuen Senders sowohl Erwachsene als auch Kinder gehören werden. Laut Worten der Ordnungshüter „werden die ersten drei Filme faktisch als Teile des Pilotprojekts angeboten, um später die Reaktionen der Bürger auszuwerten. Nachfolgend werden dann neue Videos zu anderen Themen aufgenommen“. „Wir zählen darauf, dass der neue Sender auf einem dermaßen beliebten Portal dem Aufbau eines Dialogs mit der Bevölkerung dienen wird und die Durchführung der Vorbeugungsmaßnahmen durch die Polizei verbessert“, – erklärte Gribakin.

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