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Pöbelnde Eishockey Spieler: Russlands Weltmeister werden aus dem Flieger ausgesetzt

Die Nationalmannschaft von Russland, der Triumphator der Jugend-Weltmeisterschaft in Hockey, ist plötzlich zum Mittelpunkt eines Skandals geworden. Alle Sportler und die Leiter der Mannschaft wurden vom Flugzeug der Fluggesellschaft Delta abgesetzt. Angeblich aufgrund der Sauferei und des ungestümen Verhaltens.

Der amerikanischen Presse wurde es berichtet, dass die Sportler den Sieg noch im Umkleideraum zu feiern angefangen haben, dann in der Hotelbar und im Flughafen fortgesetzt. Die Trainer bezeichnen es, als ein Versuch die Sieger anzustacheln, und die Hockeyspieler selbst erklären es durch die Enttäuschung der Verlierer.

Den amerikanischen Flugbegleiterinnen der Fluggesellschaft Delta, mit deren Flugzeug die russische Jugend-Hockey-Nationalmannschaft nach Hause kommen sollte, schienen die Sieger zu fröhlich zu sein. Und sie haben die ganze Mannschaft – 32 Menschen – vom Flugzeug abgesetzt. Zusammen mit dem Trainer, dem Arzt und dem Pokal. Die Hockeyspieler wurden in den Flughafen zurückgeführt, und ihr Gepäck wurde entladen. Immer noch ohne Erklärungen.

„Sie sagen: „Wir setzen euch vom Flug ab, bekommt das Gepäck.“  Was für Alkohol kann es geben? Wir haben aus dem Siegespokal jeweils einen Schluck Sekt getrunken, und das war es! Alle haben sich registriert, sind ins Flugzeug eingestiegen, sich hingesetzt. Die Situation ist seltsam. „Man hat die ganze Zeit nach irgendeinen Grund gesucht, um uns anzustacheln“, – ist sich der Coach der Jugendnationalmannschaft in Hockey von Russland Walerij Bragin sicher. Wie schwer es ist, die Kränkung innenzuhalten, wenn der Sieg von der Nase entführt wird, gibt es zwischen den Zeilen fast jedes ausländischen Berichtes über die Ergebnisse der Weltmeisterschaft zu lesen. Den Sieg der Russen bezeichnet man nicht anders, als  „der Triumph der Bösewichte“. Denn alles hat sich im allerletzten Moment entschieden! Finnland wurde in der Nachspielzeit besiegt, Schweden – nach Strafstößen. Kanada, hat fast bewiesen, wer das Feld beherrscht – 3:0. Doch plötzlich, ganz an Ende des Spiels – 5 gegnerische Tore. 3:5. Es ist klar, dass die Russen sich freuen. Sie trinken Sekt auf dem Eis. Aber wie sauer sind die Anderen!

„Ja, das schockiert. Und ich bin sicher, dass sie kräftig gefeiert haben, denn sie haben es gegen die Kanadier geschafft!“ – ist sich der Hockeyspieler der amerikanischen Nationalmannschaft Mike Laddy sicher.

„Na ja, sie haben gefeiert, glaube ich! Eigentlich, war ihr Flug um 4 Uhr. Ich glaube, sie hatten gar keine zeit dafür“, – zweifelt sich der tschechische Hockeyspieler Michael Glinka.

„Das ist ein starker Sieg. Aber man wird doch nicht einfach so aus einem Flugzeug geworfen. Hab kein einziges Mal über so was gehört. Obwohl… das sind ja Russen. Sie können alles!“ – zuckt mit den Achseln der Schweizer Nino Niederreiter.

Wie auch immer, hören die „Russen“ von ihrer „grenzlosen Fröhlichkeit“ zum ersten Mal. Ja, man hat auf dem Eis aus dem Pokal etwas Sekt getrunken. Ja, man hat sich gefreut und im Umkleideraum, im Bus, im Hotel geschrien. Aber wer hätte nicht geschrien, wenn man trotz allem gewonnen hat?

Und vor dem Einstieg ins Flugzeug gab es schon keine Kraft mehr. Wir sind ganz still die Kontrolle, das Zoll durchgegangen, haben das Gepäck abgegeben und sind ins Flugzeug eingestiegen.

„Wir waren ziemlich still. Die Freude war schon zurückgegangen. Haben Kopfhörer, Player rausgeholt, um Musik zu hören, und plötzlich ist ins Flugzeug die Polizei eingetreten und uns geboten auszusteigen. Und man hat uns vom Flug komplett abgesetzt“,- wundert sich der Spieler der russischen Nationalmannschaft Nikita Dwuretschenskij, der den fünften Puck in das Tor der kanadischen Mannschaft im Finale der Meisterschaft geschickt hat.

Das sind die Bilder, die von einem amerikanischen Kameramann gemacht wurden. Die Journalisten holen den Coach der russischen Nationalmannschaft auf dem Flur nahe dem Verwaltungsraum des Flughafens nach. Das Gespräch benötigt keine Übersetzung:

– No drink. No, no!

Der Manager des Hotels, wo sich die Sportler erholt haben, wundert sich. Wie konnten sie sich betrinken, wenn die örtlichen Gesetze den Verkauf vom Alkohol erst an Menschen im Alter ab 21 Jahre gestatten. Der einzige Stoff, den die westlichen Medien als Beweis der Feier der russischen Nationalmannschaft vorbringen, sind die Videos, wo die Jungendlichen über ihren Sieg schreien. Es gilt, als ein „übertriebener und verdächtiger Jubeln“.

– Wer ist der Champion?

– Russland!

– Wer ist der Champion?

– Russland!

Allerdings haben die 20-jährigen Jungs aus Russland nach dem Sieg in der Weltmeisterschaft es nicht geschafft, die weiblichen kanadischen Hockeyspielirinnen zu übertrumpfen, die letztes Jahr ihren Sieg mit dem eleganten Trinken vom Alkohol und Rauchen der Zigarren gefeiert. Dabei waren die Kommentaren ihrer Mitbürger freundlich: Wir, Kanadier, können feiern. Die russische Fans unterstützen die Jungs, die jetzt erst am Samstag wiederkommen, ebenfalls, sagen: gut gemacht! Kommt, wir warten auf euch.

Ein Kommentar zu “Pöbelnde Eishockey Spieler: Russlands Weltmeister werden aus dem Flieger ausgesetzt”

  1. Lalaboyam 12.01.2011 um 21:08

    ich habe das Video gesehen – gibts auf Youtube – die sind ganz normal ins Foyer reingekommen und wurden von den Fans gefeiert. Nichts besonderes – Sportler halt, etwas laut, etwas frech. Aber es gab keine Randale :)

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