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Pentagon will Revolutionen und Unruhen erkennen und kontrollieren

Immer wieder planen und kommunizieren Regierungsgegner und Protestgruppen ihre Kampagnen in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, über Microblog Twitter oder propagieren über Videoservice Youtube. Jetzt will die amerikanische Regierung und Geheimdienste Millionen in die Erkennung von revolutionären Aktivitäten in für sie strategisch wichtigen Ländern investieren.

Pentagon beabsichtigt ein Tool zu entwickeln, mit dem es möglich sein wird, Propaganda Kampagnen im Internet und Social Web zu erkennen. Ein Dokument von DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) mit dem Titel „Social Media in Strategic Communication“ (SMISC) steht Online zur Verfügung.

Unter anderem wird das Projekt die Enstehung, Entwicklung und Ausbreitung von Ideen, Konzepten, gezielte oder irreführende Nachrichten und Desinformationen entdecken, klassifizieren, messen und verfolgen. Als Reaktion darauf wird Pentagon Gegenmaßnahmen verschiedener Art ergreifen.

Die letzten Ereignisse in Ägypten oder aktuelle in Iran zeigen, wie wichtig Internet wurde. Man kann es damit vergleichen, welche Bedeutung früher neu entstandene Radio, Telegraf und Telefonsysteme in der Kriegsführung hatten. Somit will amerikanische Regierung für die (Informations-) Kriege im Internet vorbereitet sein.

Hauptziel, laut Pentagon, sei es Krisen und bestimmte Informationen zu erkennen und mit Informationsmittel eine physikalische Entwicklung der Ereignisse zu beeinflussen. Es ist aber auch naheliegend, dass das System auch weitere Möglichkeiten den Regierungen gibt. Es können nämlich nicht nur Ereignisse in den Krisengebieten analysiert werden, sondern auch zum Beispiel im eigenen Land, um Regierungsgegner oder Kritiker „stumm“ zu schalten oder Gegenkampagnen zu führen und somit einem natürlichen Prozess in der Gesellschaft gezielt entgegen zu wirken.

Das Projekt bekommt unter der neuen Cheffin Regina Dugan einen neuen Aufschwung und beauftragt zuerst eine Analyse und Auswertung von organisatorischen und technischen Möglichkeiten. Es wird dadurch eine Art eigene Wissenschaft über soziale Netzwerke gegründet, in der zwei bis fünf Tausend Menschen involviert sein werden. Im Rahmen des Projektes werden auch Rollenspiele mit mehreren Tausend Teilnehmer organisiert.

Pentagon, das von Anfang an an der Entstehung von Internet beteiligt war, ist am Prinzip der Informationsausbreitung in der digitalen Welt sehr interessiert. Besonderes nach den Ereignissen vom 11. September. In diesem Zusammenhang ist das Projekt „Sentient World Simulation“ (SWS) des Verteidigungsministeriums erwähnenswert. SWS ist ein virtuelles Modell der realen Welt, das dazu benutzt wird, Propaganda und deren Auswirkungen zu testen.

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