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Pavel Lungin bekommt den Orden der Ehrenlegion und regt sich über russisches Kino auf

Der russische Regisseur Pavel Lungin wurde zum Preisträger der höchsten nationalen Auszeichnung Frankreichs – Ordens der Ehrenlegion. Das berichtet RIA Novosti.

Laut Worten Lugins findet ein Empfang, der seiner Preisverleihung gewidmet ist, in der französischen Botschaft diese Woche statt.

Pavel Lungin beschäftigte sich mit der Regie solcher Filme wie „Taksi-Bljus“ (aus dem Russ. „Taxiblues“), „Luna-Park“, „Oligarch“ und „Ostrov“ (aus dem Russ. „die Insel“). Bei den ersten drei Filmen arbeitete er als Drehbuchautor mit. Der letzte in den Kinos erschienene Film Lungins ist „Zar“ aus dem Jahr 2009. Petr Mamonov spielte darin die Rolle Ivans des Schrecklichen, Oleg Jankovskij – die Rolle des Metropoliten Philipp.

Lungin beendete die Arbeit an seinem nächsten Film, der den Namen „Dirizher“ (aus dem Russ. „der Dirigent“) erhielt. Den Filmstreifen kann man Mitte März 2012 in den Kinos sehen.

Schon früher kritisierte Lungin an einem runden Tisch, der den Problemen des russischen Filmwesens gewidmet wurde, die Qualität der einheimischen Filmerzeugnisse, die seiner Meinung nach in den letzten Jahren deutlich gesunken ist.

„Wahrscheinlich ist die größte Anzahl unserer Filme von niedriger Qualität. Man wundert sich natürlich sowohl über das schreckliche Niveau des Schauspielens, als auch über das grässliche Regieniveau. Die Menschen schämen sich gar nicht mehr dafür, was sie tun. Ich habe das Gefühl, dass die Schauspieler sich selbst überhaupt nicht ansehen, was sie machen“, – wird Lungin von RIA Novosti zitiert.

Lungin meint, dass einheimische Filmprodukte „schlecht durchdacht sind, Drehbücher an schrecklicher Erfindungslust der Drehbuchautoren scheitern, es viel zu wenig originelle Ideen gibt. Alle Ideen sind irgendwo abgeschaut, geklaut oder geändert worden. Man hat das Gefühl all das mindestens 50 Mal gesehen zu haben“. Außerdem fügte er hinzu, dass das russische Kino keinen Humor und keine Selbstironie kennt.

Als Lösung für diese Probleme sieht der russische Regisseur das Lernen von der Erfahrung des europäischen Kinos, die sich die einheimischen Filmemacher zu Eigen machen sollten. Z.B. schlug er vor sich an Beispielen des rumänischen, des deutschen und des französischen Arthouse zu bedienen.

Ein Kommentar zu “Pavel Lungin bekommt den Orden der Ehrenlegion und regt sich über russisches Kino auf”

  1. […] „Ich verfasste das Drehbuch und bearbeite es gerade zusammen mit David Seidler, der einen Oscar für das Drehbuch zum Film von Tom Hooper „Die Rede des Königs“ bekommen hatte. Gemeinsam wandeln wir den Text für die englischsprachigen Zuschauer um“, – sagt Lungin. […]

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