Bitte schreibe deinen Kommentar zu diesem Beitrag. Danke!

Neue Saison, neuer rassistischer Vorfall in Russland

Emmanuel Frimpong im Dress des FC Ufa. Foto: Dmitri Sadovnikov, Soccer.ru

Emmanuel Frimpong im Dress des FC Ufa. Foto: Dmitri Sadovnikov, Soccer.ru

Man kann fast schon eine Vorlage für jede Saison der russischen Premier Liga  schreiben und sie wiederverwenden. Gleich im ersten Spiel der russischen Liga kam es zu einem rassistischen Skandal.

Erster Spieltag der Saison 2015/16, erstes Spiel. Spartak Moskau empfängt den FC Ufa. Der Ghanaer Frimpong vom FC Ufa hört nach eigener Aussage einen rassistischen Kommentar von der Tribüne nach einem Zweikampf an der Eckfahne. Er zeigt den Mittelfinger. Er kassiert die rote Karte. Der russische Fußballbund bezieht Stellung, der Kicker und FIFA regen sich auf. Der Spieler entschuldigt sich für die fehlende Selbstbeherrschung. Alles wie immer. Aber eines ist anders.

Anstelle des gewohnten politisch korrekten Einheitsbrei schreibt Dmitri Selenov, der Journalist der wichtigsten russischen Sportzeitung Sport-Express jetzt anders, als man es von ihm und seiner Zeitung noch vor einiger Zeit erwarten würde. Er tut nicht mehr so, als würde die Gesellschaft den Rassismus bekämpfen. Er spricht sich offen dafür, so nach außen zu tun, als würde man ihn nicht tolerieren wollen, aber ansonsten weiterhin dazu stehen.

Zitat:

Viele der recht gebildeten und gut erzogenen Leute würden ohne jeden Zweifel sagen: Warum fühlen sich denn diese Jungs durch die Affenrufe beleidigt? Die sehen doch tatsächlich den Affen ähnlich aus! Nur die gebildeten Leute […] erzählen sowas unter sich und die asozialen schreien es von den Rängen. […] Wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen. Spielt einfach nach ihren [der restlichen Welt] Regeln. Schmunzelt und Lächelt.

Alles klar, Feuer frei.

Einen Kommentar schreiben

Hot Tags