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Miller: russisches Gas für Europa ist viel zu günstig

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats von „Gazprom“ Alexej Miller war nicht mit der Aussage einverstanden, dass russische Gaslieferungen für Europa zu viel zu hohen Preisen erfolgen würden. Das berichtet das Nachrichtenportal Deutsche Welle, indem es das Interview mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gasmonopolgesellschaft mit dem Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung zitiert.

Ebenso bestritt Miller die Behauptung darüber, dass der globale Gasmarkt radikale Veränderungen aufgrund des Produktionswachstums erlebt hätte und es Überschussbestände entstünden, die die Preise unter Druck setzen würden. Er unterstrich, dass Gas in den nächsten 20 Jahren die beliebteste Energiequelle sein wird. In erster Linie wird es aktiv von den Ländern der Pazifischen Region eingekauft.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats von „Gazprom“ sagte voraus, dass die Nachfrage für das russische Gas wachsen wird, während seine Gewinnung im europäischen Raum zurückgeht. Laut seiner Meinung erinnert die Revolution der Schiefergasbohrungen in den USA an einen „Hollywood-Film“.

„Gazprom“ schließt mit seinen Partnern in Europa langfristige Verträge ab, die Fixpreise anbieten, welche sich in der Regel nicht so flexibel wie die üblichen Marktpreise ändern. Außerdem steht in den Verträgen eines Monopolunternehmens die Regel „nimm und bezahle“ aufgeführt. Diese Regel setzt bedeutende Strafsanktionen für die Senkung der Einkaufsmengen des Brennstoffes voraus. Inzwischen sind viele Länder nicht in der Lage so viel Gas zu verbrauchen, wie es in den Verträgen festgehalten wurde.

Deswegen unterscheidet sich der Gaspreis in den langfristigen Verträgen deutlich von dem Marktwert des Rohstoffs. Unterdessen erfolgt der An- und Verkauf vom Gas innerhalb der EU meistens nach den aktuellen Marktpreisen.

Bereits früher bat eine Reihe der Partner von „Gazprom“ um einen Preisnachlass für das Gas. Im Sommer 2011 wurde mitgeteilt, dass das italienische Unternehmen „Edison“ eine solche Ermäßigung bekam. Das geschah, nachdem es gegen „Gazprom“ gerichtlich vorgegangen war. Später erzielte die deutsche Gesellschaft „Wingas“ Erfolg in der Revision der bestehenden Verträge, sowie die französische „GDF Suez“, die italienische „Sinergie Italiane“, die slowenische „SPP“ und die österreichische „Econgas“.

Ein Kommentar zu “Miller: russisches Gas für Europa ist viel zu günstig”

  1. klaus mairam 10.03.2012 um 11:57

    im artikel stehen leider keine konkreten zahen über gaszprom gaspreis und was gas andrswo auf welt so kostet ?? davon erfährt man nix!

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