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Medwedew heute bei der TV-Sendung von Posner zu gast

Posner mit Clinton, Foto: http://www.flickr.com/photos/statephotos/4456527049/sizes/m/

Ministerpräsident Dmitrij Medvedev nimmt am 4. Juni 2012 als Gast am Programm von Vladimir Posner im Ersten Russischen Fernsehen teil. Eine entsprechende Annonce des „Posner“-Programms erschien kürzlich bei diesem TV-Sender.

Vladimir Posner lud Dmitrij Medvedev zu seiner Sendung im Ersten Fernsehen in der Nacht auf den 29. Mai ein. Posner bot Medvedev an darüber zu erzählen, warum  er von Abgeordneten der Partei „Einiges Russland“ einstimmig zum Parteileiter gewählt wurde. Der Fernsehmoderator fügte hinzu, dass es „dort, wo sich einige Hunderte oder sogar nur ein Hundert Menschen versammeln, unbedingt einen gibt, der sich entweder dagegen ausspricht oder sich der Stimme enthält“, während es bei dieser Parteiversammlung keine einzige Gegenstimme gegen Kandidatur Medvedevs gegeben habe. „Verstehen Sie, dass es so was nicht gibt?“, – mit dieser Frage wandte sich Posner an seine Zuschauer.

Speziell für die Sendung mit Medvedev wird das Programm eine Stunde früher als immer ausgestrahlt und zwar um 22:30. Man soll wissen, dass man diese Sendung in Moskau und in dem europäischen Teil Russlands in der Regel in Aufzeichnung zeigt, bloß im Fernen Osten kann man sie sich als Live-Übertragung ansehen. Um welche Uhrzeit das Programm von Posner dieses Mal aufgezeichnet wird, wird nicht präzisiert.

Während des letzten Interviews mit Dmitrij Medvedev noch zu seiner Präsidentschaftszeit richtete der Journalist des NTV-Senders Alexej Pivovarov an ihn die Frage danach, ob und wie Daten bei föderalen Sendern zensiert werden, und stellte fest, dass Meinungsmacher sich „viel lieber“ an private TV-Sender wenden, da sie dort keinen Zensurbeschränkungen unterliegen. Dmitrij Medvedev antwortete darauf, dass Meinungsmacher sich an föderale Sender aus dem Grund nicht wenden, weil sie dorthin nicht eingeladen werden. Er schickte auch voraus, dass private Sender a la „Dozhd´“ (aus dem Russ. „Der Regen“) zwar „eine Premiumzielgruppe als Zuhörer“ haben, jedoch „sind föderale Sender aufgrund ihrer breiteren Publikumsabdeckung immer noch  viel stärker“.

Im April 2012 besuchte Dmitrij Medvedev das TV-Studio des Senders „Dozhd´“ und beantwortete direkt auf Sendung einige Fragen der Journalisten. Einen Monat später besuchte Medvedev ebenso das Stabsquartier von VGTRK (der größte staatliche Medienkonzern Russlands), wo er eine Kurzversammlung mit den Mitarbeitern des Staatsunternehmens durchführte. Weder Dmitrij Medvedev noch Vladimir Putin waren je Gäste bei einer TV-Sendung eines russischen föderalen Senders gewesen.

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