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Massenproteste in Moskau am 24. Dezember gegen unfaire Parlamentswahlen in Russland

Massenproteste am 24 Dezember 2011 in Moskau | Foto: ITAR-TASS / Mitia Aleshkovski

Massenproteste am 24 Dezember 2011 in Moskau | Foto: ITAR-TASS / Mitia Aleshkovski

Die zweite Kundgebung gegen die gefälschte Ergebnisse der Parlamentswahlen vom 4. Dezember 2011 in Russland findet am 24. Dezember in Moskau auf dem Zakharov Prospekt statt. Früher gab es bezüglich dem Datum und dem Ort einen Zopf zwischen dem Stadtsrat und den Organisatoren der Demo. Beim Versuch die Kundgebung zu beantragen, hat sich herausgestellt, dass am gleichen Tag und Ort die Regierungssympathisanten eine Kundgebung durchführen werden. Man habe sich aber geeignet, wie die Nadezhda Mityushina aus der Bewegung „Solidarnost“ (Solidarität) mitgeteilt hat.

Neben Oppositionellen werden am 24. Dezember in Moskau auch die Nationalisten auf dem Manege Platz demonstrieren. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Massenproteste der Opposition (blau) und Kundgebung der Nationalisten (rot) | Screenshot Google Maps (c)

Massenproteste der Opposition (blau) und Kundgebung der Nationalisten (rot) | Screenshot Google Maps (c)

Pläne der Opposition

Wie die oppositionelle Bewegungen mitteilen, rechnen sie mit ca. 50 Tausend Teilnehmer. Boris Nemcov, Boris Akunin, Wladimir Ryzhkov, Gennadi Gudkov, Leonid Parfenov und Ilja Ponomarev haben das auf der Pressekonferenz am 13. Dezember ihre Pläne erörtert. In erster Linie versuche man mehr Menschen zu versammeln als es bei den letzten Demos am 10. Dezember auf der Bolotnaya Platz waren. Laut Boris Nemcov waren ca. 90% der damals erschienen normale neutrale Menschen, die nichts mit Politik zu tun haben und nur 10% Oppositionelle und Aktivisten.

Oppoistion plant Massenproteste | Foto: RIA Novosti

Oppoistion plant Massenproteste | Foto: RIA Novosti

Man plane allen Teilnehmern weiße Bänder zu verteilen, die ein Symbol dieser Proteste werden sollen. Um die tatsächliche Anzahl der Teilnehmer festzuhalten, wolle man die gekommene Menschen registrieren. Dies soll verhindern, dass die Größe der Proteste von Polizei und Regierung künstlich niedriger gehalten wird. Außerdem wird man anhand der ganzen Fläche, wo die Proteste stattfinden, gemessen und daraus eine reale Schätzung gemacht.

Um möglichst viele Menschen zu versammeln, hat man Gruppen von kreativen Leuten gebildet, die Flugblätter und Losungen kreieren. Man habe außerdem Gruppen in sozialen Netzwerken erstellt. Offizielle Gruppe nennt sich „Wir waren auf der Bolotnaya Platz und kommen wieder“ auf facebook, wo alle wichtigen Informationen zusammenlaufen. Im Radio kommt außerdem ein Aufruf der Opposition. Mehrere große russische Städte, wie St. Petersburg, Jekaterinburg und Jaroslawl  haben sich bereit erklärt die Aktion zu unterstützen.

Die Organisatoren wollen sich auch um die Sicherheit und Ordnung während der Proteste kümmern. Außerdem sollen Provokationen durch Protestgegner und Nationalisten verhindert werden.

Wem wollen die Menschen zuhören?

Die Proteste in Russland der vergangenen Wochen unterscheiden sich von allen anderen sehr. In erster Linie versucht man sich friedlich und organisiert zu verhalten. Außerdem wolle man keinem professionellen Politiker folgen, sondern Intellektuellen, Autoren und Künstlern.

In einer Umfrage auf facebook haben mehrere Tausend Menschen abgestimmt, wen sie am 24. Dezember auf der Kundgebung sehen wollen.

Umfrage - die gefragteste sind Leonid Parfenov, Alexej Navalny, Yuri Shevchuk und Boris Akunin

Umfrage - die meist gewünschte sind Leonid Parfenov, Alexej Navalny, Yuri Shevchuk und Boris Akunin

Mehr als 40 Tausend Menschen haben mittlerweile abgestimmt. Die meist-gewünschte Render sind Leonid Parfenov, Alexej Navalny, Yuri Shevchuk und Boris Akunin. Außerdem Michail Chodorkowski, Dmitry Bykov, Michail Prochorov, Alexei Kudrin, Michail Efremov, Lia Achedzhakova, Michail Gorbachev, Artemij Trozki, Chulpan Khamatova.

Die Künstler und Intellektuellen appellieren an Menschenvernunft und rufen zu organisierten, friedlichen und freundlichen Protesten auf. „Wenn wir was erreichen wollen, dann müssen wir viel sein“, sagen sie in einer Pressemitteilung. „Man wird uns beleidigen, in Verruf bringen, provozieren. Man wird uns sagen, dass wir Werkzeug der Politiker sind. Gehen Sie darauf nicht ein. Wir werden für unsere Rechte fröhlich und wohlwollend demonstrieren“.

 

 

Ein Kommentar zu “Massenproteste in Moskau am 24. Dezember gegen unfaire Parlamentswahlen in Russland”

  1. Wladimir Putin hinter Gitternam 17.02.2012 um 20:41

    […] dritten Mal Präsident wird. In den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Skandale und Protestaktionen in allen großen russischen Städten. Auch in den nächsten Wochen wird es noch viel […]

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