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Mammuts bald im Zoo? Wissenschaftler aus Russland und Südkorea klonen den Mammut

Mammut. Foto:liveinternet.ru

Wissenschaftler der föderalistischen Nord-Ost Universität in Jakutsk und das Seoul Forschungszentrum haben ein Abkommen über das Klonen des Mammuts mit Hilfe der DNA-Basis, welche aus seinem Fell gewonnen wurde, unterschrieben.

Die Spezialisten der Universität werden sich dem bekannten Embryologen aus Seoul Hwang Woo Suk einschließen, der mit Hilfe eines neuen biologischen Materials, das in der Permafrost gefunden wurde, den Mammut wiederbeleben versuchte.

Wie der wissenschaftliche Mitarbeiter des Museums des Forschungsinstituts für angewandte Ökologie des Nordens in Jakutsk Semjon Grigoriew dem russischen Dienst BBC mitteilte, könne für die Erbgutbasis auch ein indischer Elefant sein, da dessen DNA dem des Mammuts ähnelt.

Erste Mammuts in 10-12 Jahren

Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Realisierung dieses Projektes in den nächsten 10-20 Jahren bei der gleichbleibenden Finanzierung möglich sei. Die Zeit ist aber auch notwendig, um den Koreanern die Jakutsk besten Spezialisten vorbereiten zu können.

Der Grund für diese Forschungen war die erfolgreiche Entschlüsselung der genetischen Struktur des ausgestorbenen Mammuts, was gleichzeitig eine Bestätigung dafür war, dass das Tier nicht dem afrikanischen, wie früher angenommen, sondern dem asiatischen Elefanten am meisten ähnlich sei.

Versuche am Klonen des Mammuts seit 2003

Seit 2003 wurden bereits Klonversuche am Mammut von den Gruppen der russischen und japanischen Wissenschaftler durchgeführt.

Damals mit Unterstützung des Forschungszentrums für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ in der Universität Kinki in Japan, wurden Mammuts Rückenmark, Fell und Muskelproben im flüssigen Stickstoff gelagert.

Der größte Teil der Proben sei jedoch aufgrund der Tatsache, dass diese mehr als 200 Tausend Jahre alt wären, beschädigt worden. Deshalb konnten die Wissenschaftler die Proben nicht mehr zum Klonen gebrauchen.

Im Dezember 2011 kam dieselbe Wissenschaftlergruppe auf die Klon-Frage zurück. Gemeinsam mit den Spezialisten des Russischen Museums des Forschungsinstituts für angewandte Ökologie des Nordens versuchten diese mit Hilfe des hervorragend erhaltenen Kalbsknochens das Projekt weiterzuführen.

Erfolgsaussichten bis zu 5%

Die Idee der Wissenschaftler war damals, den Zellenkern des Rückenmarks Mammuts in die Eizelle des afrikanischen Elefanten einzupflanzen. Sie sind der Meinung, der Erfolg wird bereits in den nächsten fünf Jahren zu sehen sein. Die Kollegen aus Schottland, deren Klonversuche mit dem Schaff Dolli erfolgreich waren, meinen aber, dass das Experiment einen Erfolg im Bereich 1-5% haben würde.

Dieser Artikel ist auf BBC Russian erschienen

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