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Leningrad tourt wieder durch Deutschland

Leningrad Band. Foto: Facebook-Seite der Band

Die drei Juninächte mit der Band „Leningrad“ waren so toll, dass die Entscheidung ihre Tour zu verlängern allen gleich leicht fiel – den Musikern, den Organisatoren und dem Publikum, dass sich nach der hochwertigen Musik, ausgelassenen Tänzen und hervorragender Gesellschaft geradezu sehnt!

Jetzt haben wir die Gelegenheit während drei Konzerte im Dezember, die in Stuttgart, München und Frankfurt stattfinden, das neue Album zu hören und exquisite alte Hits im Kopf aufzufrischen, die für viele von uns das Symbol des Jahrzehnts geworden sind. Das neue Album stellte die Band übrigens auf ihrer Website zum kostenlosen Download bereit.

Die neue Konzertreihe, die „Leningrad“ im letzten Winter über die Bühne brachte, nachdem die Band zwei Jahre nicht mehr aufgetreten ist, trug einen unmissverständlichen und ehrlichen Namen „Snova zhivy dlja nazhivy“ (aus dem russ. „Wieder lebendig für die Profite“). Das Comeback war erfolgreich: die Musiker spielten nicht nur ihre altbewährten und neuen fantastischen Lieder, sondern präsentierten auch stolz das neue Bandmitglied – die Sängerin Julia Kogan. In den zweieinhalb Jahren, die ab dem Zeitpunkt der Bandauflösung vergangen sind, schaffte es Sergej Schnurow einige Filmrollen zu spielen, eine Reihe der Dokumentarprojekte im TV-Format zu realisieren, eigene Bilderausstellung vorzubereiten und genug Fitness-Rock-Auftritte in kleinen Clubs zu haben, um endlich mit seinem Lieblingsbaby „Leningrad“ triumphierend auf die große Bühne zurückzukehren.

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In Moskau teilte Schnurow dem begeisterten Publikum mit, dass die Band es bald mit einem neuen Album erfreuen wird. Trotz pessimistischer Voraussagen ist „Leningrad“ genauso mitreißend wie früher und hat nichts von seiner magnetischen Wirkung auf die Zuhörer ausgebüßt. „Schnur“, der in seinem früheren Berufsleben PR-Manager und Marktforscher war, weiß genau, was bei dem Publikum gut ankommt und bemüht sich mit Erfolg darum, dass die Band rockt und inspiriert.

Jetzt ähnelt „Leningrad“ mit diesem Talent seines Frontmanns dem berühmten Unternehmen „Gazprom“: ein Nationalgut, dass sich monopolistisch, aber relativ günstig verkauft, keine Werbung braucht, jedoch Menschenmassen ständig und gern an seine Existenz erinnert. Und natürlich hat Schnurow recht, was die Resonanz mit der zynischen Zeit und Geruch der Epoche anbetrifft – der Zynismus von „Leningrad“ ist ein offener, direkter, mit unmittelbarer Wirkung: so wie es Russen lieben. Wenn auch die Lieder wie auf einem Laufband herausgebracht werden, behalten sie trotzdem eine gewisse Liebe zur Wahrheit, obwohl diese schlau verschleiert und maskiert wird, – trotzdem ist es gerade diese Wahrheit, die Schnurow über Wasser hält.

Autogramme werden in deutschen Städten nach den Konzerten auf den Plakaten der Band gegeben. Plakate können in den Kassen und Bars erworben werden.

 

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