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Kirgisistan: weiterer amerikanischer Stützpunkt geplant

Noch ein amerikanischer Militärstützpunkt kann in der Umgebung von der Stadt Osch im Ferganer Tal entstehen.

Die USA haben erklärt, den zweiten Militärstützpunkt in Kirgisien zu errichten. Laut dem Vortrag des Pentagons  kann sein Wert bei $10 Mio. liegen.

Die Basis wird vermutlich “Oschischer Übungsplatz” genannt. Außer den Wohnobjekten für den Aufenthalt der Militärangehörigen ist geplant, eine Reihe von Militärobjekten, einschließlich eines Schießplatzes aufzustellen. Der Stützpunkt soll der anderen amerikanischen Basis im Falle der Destabilisierung in der Region Rückendeckung bieten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Taliban versuchen können, nördlich der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan vorzustoßen.

Es wird schon der zweite Militärstützpunkt in Kirgisien: Einer befindet sich im Bischkeker Flughafen Manas. Der neue soll den im November 2005 geschlossenen Fliegerhorst im usbekischen Chanabad kompensieren.

Die Verhandlungen über die Basis in Osch wurden in der Zeit des Präsidenten Kurmanbek Bakijew angefangen, sie wurden auch nach seinem Sturz geführt. Die heutige kirgisische Regierung versucht jedoch einer klaren Stellungsnahme zu dieser Verhandlung auszuweichen. Der Leiter des Informationszentrums der Regierung Farid Nijasow erklärt, dass „der Staatsoberhaupt Rosa Otunbajewa keine Verhandlungen zum vorliegenden Thema führe. Damit werden sich das neu gewählte Parlament und die Regierung beschäftigen”.

Die amerikanischen Pläne der Erweiterung der Militäranwesenheit in der Region sind für Russland äußerst unerwünscht. Außerdem strebte Moskau die Schließung der US-Basis in Manas und die Eröffnung des neuen russischen Militärzentrums auf dem Batkenski Gebiet im Süden Kirgisiens an. Russland hat schon einen Fliegerhorst auf dem Flugplatz Kant, den ein verstärktes Bataillon der russischen Fallschirmjäger beschützt.

Der frühere Präsident Bakijew versprach Russland, die amerikanischen Soldaten aus dem Land zu verbannen.

Ungeachtet der offiziellen Erklärungen Bischkeks  haben die Amerikaner nur den Titel der Basis geändert  und eine neue Miete in Höhe von 13 Millionen Dollar angeboten. Nach dem Sturz von Bakijew hat Washington die Garantien bekommen, dass die Basis die Arbeit noch mindestens ein Jahr fortsetzen werde.

Neulich teilte der vorübergehende kirgisische Bevollmächtigte in Washington Arslan Anarbajew mit, dass die Koexistenz der amerikanischen und der russischen Militärstützpunkte gar keinen Widerspruch bedeute. «Ich bin davon überzeugt, dass davon ausgehend, was gesagt und getan wurde, die Anwesenheit der russischen Militärinfrastruktur und die gleichzeitige Anwesenheit des amerikanischen Transitzentrums einander nicht widersprechen. Jeder arbeitet aufgrund des eigenen Mandates und erfüllt die eigenen Funktionen, von den gestellten Aufgaben ausgehend », – hat der kirgisische Diplomat erklärt.

Die russischen Experten haben eine andere Meinung: „Eine Art Parität, die in der Region festgestellt wurde, wird damit verletzt – meint Ruslan Puchow, der Direktor des Zentrums der Analyse der Strategien und Technologien, – Die neue US-Basis wird entsprechende Maßnahmen von der russischen Seite fordern. Wenn sich die USA vor der Aktivierung der Taliban aus dieser Richtung fürchten, so können die Streitkräfte der  CSTO (der Russland angehört) sie neutralisieren. Außerdem wollte man die amerikanischen Methoden der Kriegsführung in Afghanistan auf die anderen Länder nicht übertragen”.

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