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Irena Sendler – die unscheinbare Heldin

Nächste Woche ist der Tag an dem Irena Sendler 100 Jahre alt geworden wäre (15.02.)

Irena Sendler gehört zu den unscheinbaren Helden, deren niemals genug Respekt für ihre großen Taten gezollt wurde.

Frau Sendler organisierte die Kinder-Sektion des Rats für die Unterstützung der Juden, der 1942 von Polen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen gegründet wurde, um Juden vor den deutschen Besatzern zu retten.

Als Krankenschwester für Epidemienkontrolle verschaffte Sendler sich Zugang zum Warschauer Ghetto und schmuggelte zusammen mit Helfern 2500 jüdische Kinder aus dem Ghetto, um sie in polnischen Familien, Klöstern und Waisenhäusern unterzubringen. Sie versteckte Babies in einer Schublade mit Werkzeug, ältere Kinder – unter einer Plane in der Ladefläche ihres LKW. Im hinteren Teil saß ein Hund, der trainiert war zu bellen, wenn sie aus dem Ghetto raus fuhr. Der Hundegebell übertönte das Weinen der Babys.

1943 wurde Irena Sendler von der Gestapo verhaftet und zum Tode verurteilt. Unter Folter – man brach ihr beide Beine und Füße – sollte sie die Namen der geretteten Kinder preisgeben, doch sie verriet nichts. Um eine spätere Zusammenführung der Kinder mit ihren Eltern zu ermöglichen, hatte Irena Sendler verschlüsselte Namenslisten geführt und in Einmachgläsern unter einem Apfelbaum in einem Garten versteckt.

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Irena Sendler wurde 2007 vom polnischen Präsidenten und dem israelischen Premier-Minister zum Nobelpreis vorgestellt, doch gewonnen hat Al Gore.

2009 kam ein TV-Film über Irena Sendler raus: „The Courageous Heart of Irena Sendler“

2006 wurde ein Buch herausgebracht: Die Mutter der Holocaust-Kinder: Irena Sendler und die geretteten Kinder aus dem Warschauer Ghetto

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