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In Moskau werden Schulhefte mit Stalin auf dem Titelblatt verkauft

In Moskaus Läden werden Schulhefte, auf den das Bild von Josef Stalin aufgedruckt ist, als Teil der Serie „Die großen Namen Russlands“ ausgegeben. Die Behörden kritisieren es, können aber nichts dagegen unternehmen.

Die Hefte werden als 5-er Packung verkauft. Außer Stalin sind solche Namen wie Kaiserin Katharina II, Akademiker Korolev, Befehlshaber Kutusow und Komponist Rachmaninov auf den Heften abgebildet und  in den Moskaus Läden zu kaufen.

Auf der vorletzten Seite findet der Leser eine Erzählung über Stalin. Diese ist durch einige Fotografien verschiedener Zeitperioden ergänzt worden. Es gibt zum Beispiel Fotos mit Maksim Gorky und legendären Piloten Tschkalow. Außerdem publizierte der Verlag die Bilder von GULAG, auf den die Insassen und Lagertürme abgebildet waren.

Im Text stehen einige Informationen darüber, dass Josef Stalin eine widersprüchliche Person nicht nur für die Sowjetische, sondern auch für die Weltgeschichte war. Es wird über Stalins Repressionen, die als Terror bezeichnet sind, erzählt. Nebst der Information wird noch darüber berichtet, dass mit seiner Hilfe eine leistungsfähige Industrie entstand und die sowjetische Armee zu einer der stärksten in der Welt geworden war, infolgedessen Hitlers Aggression abgewehrt werden konnte.

Das Heft ist in Ukraine im Auftrag des Verlages „Alt“ gedruckt worden.

„Ich habe die Hefte noch nicht gesehen, aber falls es die Wahrheit ist, dann ist es eine Art Wildheit. Egal, wie meine Meinung zu dieser Person ist, ist es aber trotzdem ein Fakt, dass sehr viele Menschen beim Stalins Regime getötet wurden. Wenn auf den Schulheften das Bild dieses Menschen erscheint, dann ist es meiner Meinung nach mit Hitlers Hakenkreuz vergleichbar“, zitiert RIA „Novosti“ die Worte des Redaktionschefs des Verlags „Literatura“, Sergej Wolkow.

Ein Mitglied der Gesellschaftskammer und TV-Moderator Nikolai Swanidse sagte, dass Hefte mit Stalin auf der Titelseite eine „moralische und ethische Ausschweifung“ sei. „Es gibt Gesetze der visuellen Wahrnehmung, wenn ein Kind ein wunderschönes Titelblatt mit einem schönen und schnurrbärtigen Stalin sieht, ist er für dieses Kind ein Held. In rein pädagogischer Hinsicht ist es einfach nur eine Ausschweifung.

Die Stadtverwaltung hat auf die Erscheinung der Schulhefte mit Stalins Porträt negativ reagiert. „Für mich ist er nur ein Verbrecher, der Millionen unserer Landsleute ermordet hat. „Die großen Namen Russlands“ unter den Josef Stalin dabei ist, ist nur ein Unsinn“, sagte der Vorsitzender des Moskauer Stadtrates für Bildung und Jugend Viktor Kruglyakov.

Vorsitzender des Präsidiums für die Zivilgesellschaft und Menschenrechte Michail Fedotow sagte in einem Interview ITAR-TASS: „Es gibt noch viele Namen, die keine politischen Auseinandersetzungen hervorrufen. Puschkin auf dem Titelblatt hätte, meiner Meinung nach, in diesem Fall für keine Diskussionen gesorgt“.

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