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Geldfälscher in Russland: Blüten in Wert von über 3 Millionen Euro

It's all about the rubles

So sehen 1.000-Rubel-Scheine aus. Foto: justin, on Flickr

Neun von zehn Blüten sind ein „falscher Riese“

Die Funde gefälschter Rubelnoten sanken im Vergleich zum Vorjahr. Im vierten Quartal letzten Jahres wurden 29 229 gefälschten Rubel- Banknoten und 976 Fälschungen ausländischer Geldscheine  aus dem Verkehr gezogen. Dies beweisen die veröffentlichten Materialien der Zentralbank der Russischen Föderation.

Wie im Vorjahr wurden am häufigsten die Tausender-Scheine gefälscht – etwa 92 Prozent.

Mit Ausnahme des Fünftausend-Rubel–Scheins (jede 16. Blüte) spielten andere Noten kaum eine Rolle: Bei kleineren Stückelungen lohnt sich der Aufwand für die meist organisierter Fälscher nicht, größere sind schwieriger in Umlauf zu bringen. Nach den Angaben der Zentralbank wurden 34 falschen Fünf-Rubel-Münzen eingezogen.

Unter der gefälschten Währung wurden im letzten Quartal 2010 ca. 801 gefälschte US-Dollar und 171 Euro-Scheine registriert. In Europa zählen wie früher 50-Euro-Noten zu den meist gefälschten Banknoten europaweit

Ein Reset ist notwendig

Banken programmieren ihre Geldautomaten um, denn der neue Eintausend-Rubbel-Schein ist da. Schon in die Geldbeutel vieler Russen gelangt ist dieser Schein noch nicht überall als Zahlungsmittel brauchbar. Manche Bezahl-Terminals spucken die neue Geldscheine einfach als Fälschungen aus. Alte Rechnungsmaschinen akzeptieren sie auch nicht, dennoch schaffen es Bankangestellte die neuen Scheine dank ihrer noch geringen Anzahl im Umlauf manuell zu überprüfen. Neuere Geräte sind dagegen entsprechend vorprogrammiert, denn die Entwickler hatten die neue Banknote ein halbes Jahr vor ihrem Erscheinen bekommen.

Der brandneue 1000-Rubel-Schein gilt als der fälschungssicherste in der Welt. Trotzdem werden erst nach ein paar Jahren die Scheine aus dem Verkehr  gezogen, die gegenwärtig noch fleißig eingetauscht werden. Obwohl  die Zahl der entdeckten Tausender-Fälschungen im Jahre 2010 zurückging, ist keiner davon versichert. Allein mit Tausend-Rubel-Scheinen wurden 120 Millionen Pseudorubel entzogen.

Aber was kann man tun, wenn man eine Blüte untergejubelt bekommt?

„Wenn Sie über einen gefälschten Geldschein verfügen und davon im Kenntnis sind, versuchen Sie nicht damit zu bezahlen, “ warnt die russische Polizei: „Sonst kann man wegen des absichtlichen Falschgeldvertriebs hinter Gitter gelangen.“

Woran man Falschgeld bzw. einen echten Geldschein erkennt, erfährt man auf der Seite der Zentralbank der Russischen Föderation (www.cbr.ru). Falls Sie selbst eine Blüte entdecken, nachdem Sie von der Kasse weggegangen waren, dann sollten Sie direkt zum nächsten Polizeirevier gehen. Nach Ihrer Meldung wird man sich mit dem Fall der Geldfälschung beschäftigen, die Blüte selbst wird von der Zentralbank überprüft. Falls es doch ein echter Geldschein war, bekommen Sie ihn zurück. Für Falschgeld gibt es aber keinen Ersatz.

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