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Gehälter in Russland (2010): 20 Millionen unter der Armutsgrenze

Das staatliche Bundesstatistikamt (Rosstat) hat durchschnittliche Bezüge aller Beamten in Abhängigkeit von der Behörde veröffentlicht. Das meiste Geld verdient das Regierungspersonal Russlands. Am wenigsten verdienen die Mitarbeiter des Migrationsamtes.

Russische Beamte verdienen im Durchschnitt  ca. 1300 Euro im Monat.

Das meiste Geld hat im ersten Halbjahr 2010 das Regierungspersonal Russlands verdient: 88,5 Tausend Rubel (ca. 2300 Euro). Dies bestätigen die Angaben des Bundesstatistikamtes. Auf dem zweiten Platz landete der Rechnungshof mit 81,7 Tausend Rubel und auf dem dritten Platz ist die Präsidentenverwaltung mit 80,7 Tausend Rubel. Am wenigsten verdienen die Mitarbeiter des Bundesmigrationsamtes und der Bundesverkehrsagentur mit jeweils 29. und 31.3 Tausend Rubel (760 Euro).

Die Durchschnittsbezüge der Beamten Russlands betrugen 50,3 Tausend Rubel. Im Vergleich zur gleichen Periode 2009 haben sie sich um 3,4 % erhöht.

Gemäß der Information der Statistikagentur Anfang Juni hat die Mitarbeiterzahl der Vertreter der bürgerlichen Ämter in Bundesstaatsorganen 38,7 Tausend Personen betragen. Das Staatsdienstpersonal wurde mit 84,4 % besetzt.

Im Rosstat wurde betont, dass in der folgenden Periode ca. drei Viertel der Bundesministerien, -Ämter und –Agenturen die Durchschnittsbezüge in Höhe von nur 45,7 Tausend Rubel hatten, was weniger als der Durchschnittsverdienst in Moskau nach der wirtschaftlichen Lage ist. In 39 Behörden sind die Durchschnittsbezüge im Vergleich zur Vorperiode gesunken. Allerdings sind die Durchschnittsgehälter in Moskau um 13,7 % gestiegen.

20 Millionen Unter der Armutsgrenze

Im ersten Quartal 2010 betrug das Existenzminimum in Russland im Durchschnitt 5518 Rubel (141 Euro). Das Einkommen von 14,7 % Einwohnern (das sind 20,6 Mio. Menschen) lag unter diesem Niveau.

Im Vergleich zu derselben Periode des vergangenen Jahres ist das Existenzminimum um 435 und im Vergleich zum letzen Quartal 2009 um 394 Rubel gestiegen. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 15,9 Tausend Rubel (im ersten Quartal 2010 14 Tausend Rubel, im letzten Quartal 2009 19,86 Tausend Rubel). Der Anteil von Bürgern in Russland, die unter dem Existenzminimum leben, hat sich im Vergleich zum ersten Quartal 2009 wesentlich reduziert. Damals lag diese Kennzahl bei 17,9 %. Zum Schluss des vergangenen Jahres war sie bei ca. 13,1 %.

Rosstat weist darauf hin, dass die Auswirkung der Wirtschaftskrise im Hinblick auf die Dynamik der Daten bei der Berechnung beliebiger Ergebnisse der letzten Jahre berücksichtigt werden muss. Der hohe Einwohneranteil derer, die unter dem Existenzminimum leben, am Anfang letzten Jahres sowie folgender Abstieg dieser Größe lassen sich dadurch erklären, dass viele russische Bürger, besonderes in großen Städten, damals arbeitslos geworden sind. In den darauffolgenden Monaten haben sie allerdings wieder einen Job gefunden.

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