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Freiwillige Helfer sammeln Spenden und unterstützen Ukraine

Deutschlandweit gibt es mehrere Vereine, Organisationen und einzelne Personen, die sie als Aufgabe gestellt haben, den Ukrainern in ihrem Kampf gegen Banditen und Terroristen in der Ostukraine zu helfen. Die Menschen in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, München und anderen Städten sammeln humanitäre Hilfen, medizinische Werkzeuge und Geräte, Militärkleidung und Werkzeuge. Diese werden konsolidiert oder einzeln an Organisationen, in die Bataillonen oder an die einzelne Soldaten verschickt.

Da nicht nur Flüchtlinge, verwitwete oder verletzte Bürger sondern auch einzelne Soldaten als auch ganze militärischen Verbände mit Sach- und Geldspenden unterstützt werden, sehen viele Deutsche diese Hilfen als kritisch. Auch wenn meistens keine tödlichen Waffen, sondern Sachen, wie Tarnkleidung, Kommunikationsmittel, Infrarotgeräte, Helme und kugelsicheren Westen verschickt werden, unterstütze man den Krieg und die Aggression gegen das eigene Volk. So die Kritiker.

Diese Kritik erweist sich jedoch als unbegründet bzw. voreingenommen. Denn nicht der Staat oder die einzelnen Regiments den Krieg im Osten des Landes angefangen haben, sondern die sogenannten Aufständischen. Diese seien ehemalige Arbeiter und Bergleute, die seit Monaten mit hochpräzisen Waffen und Munition, die nicht auszugehen scheint. Die Separatisten tragen oft bessere Ausrüstung, fahren Panzer, beschissen nicht nur die Stellungen der regulären Armee, sondern auch Wohngegenden, wie zahlreiche Youtube-Videos beweisen, die auch selbst von den pro-russischen Kämpfern und Journalisten veröffentlicht werden.

So belagern sie die Städte und Straßen mit Mehrfachraketenwerfersystem und Minenwerfern, die gewartet und bedient werden müssen und deren Artilleriegeschosse  mehrere Tausend Euro kosten. In diesem Fall kann man kaum behaupten, dass der Konflikt rein ukrainisch ist. Vor allem leiden darunter Menschen, die in der Ostukraine leben und nicht zu der sog. Novorussia gehören möchten. Diese Menschen sowie die ganze Infrastruktur und die Städte sollen geschützt werden. Und das ist die Aufgabe eines Staates. 

Was sammeln die Freiwilligen in Deutschland?

In den letzten Wochen haben Reporter Robert Bongen, Johannes Edelhoff, Johannes Jolmes und Volker Siefert des Panorama Teams in ganz Deutschland freiwillige Helfer interviewt, um deren Hintergrundgeschichten und Gründe ihrer Arbeit zu erfahren. Daraus wurde eine kurze aber aufschlussreiche Reportage über die in Deutschland lebende Ukrainer, die ihre Verwandten, Freunde und Bekannte in der Heimat unterstützen. Sie sammeln Verbandsmaterial, medizinische Geräte und Kleidung. Aber auch Geld ,für das sie Helme, Ferngläser, Westen, Nachtsichtgeräte und Tarnkleidung kaufen. Sie flechten Tarnnetze und geben Benefizkonzerte oder andere Spendenaktionen.

Wohin wird gespendet?

Die gesammelten und eingekauften Waren und Spenden werden in die Krankenhäuser, Flüchtlingslager und an die Front geschickt. Nicht zuletzt machen sie den Soldaten klar, dass sie nicht alleine kämpfen, dass es Menschen gibt, die zwar selbst nicht kämpfen können oder wollen, aber sie im Kampf um die Heimat unterstützen. Das wissen die Soldaten zu schätzen und schicken oft Grüße und bedanken sich herzlichst durch Briefe und in den Interviews.

Viele Spenden gehen auch an die umstrittenen Verbände, wie Asow, Rechter Sektor und Aidar. Man sagt, sie seien rechtsradikale Organisationen, die Hass und Fremdenfeindlichkeit ausbreiten. Die meisten Artikel über diese Verbände in Deutschland sind auf den Seiten von linksgerichteten Median zu lesen. Sie verschweigen jedoch, dass in den Verbänden neben den Ukrainer noch Russen, Weißrussen, Juden und Tataren, aber auch Linke, Professoren und viele andere kämpfen. Ihr Ziel ist es ihr Land vom äußeren Aggressor zu befreien.

In einer aktuellen Aktion der in Deutschland lebenden Fußball-Fans von Dynamo Kiew sammeln sie das Geld für Satellitentelefone für Asov Regiment.

Natürlich wollen die Menschen in der Ukraine als auch in Deutschland, dass es den Krieg gar nicht gegeben hat. Denn fast alle haben in der Ostukraine Bekannte, Freunde oder Familienmitglieder, die davon betroffen sind. Sie spenden also nicht, damit es Krieg gibt, sondern, damit die Menschen überleben.

Behandlung an deutschen Krankenhäusern

In Deutschland werden von Privatpersonen die Behandlungen von verletzten Soldaten an den Krankenhäusern organisiert. Denn oft fehlt es in der Ukraine an Know-How oder speziellen medizinischen Geräten, um bestimmte Operationen durchzuführen. Die freiwilligen Helfer nehmen Kontakt mit den entsprechenden Ärzten auf, organisieren Visum und Organisation der Reise nach Deutschland und betreuen die jungen Männer hier vor Ort. Oft sind es sehr schwierige und kostspielige Eingriffe, wie die auf Augen, Gehirn oder Implantationen.

Eine Spendenaufruf für den verletzten ukrainischen Soldaten Igor Popudin

Eine Spendenaufruf für den verletzten ukrainischen Soldaten Igor Popudin

Wollen Sie auch helfen?

Sie können Flüchtlinge oder freiwillige Verbände durch Ihre Sachspenden oder Geldspenden unterstützen. Um Ansprechpartner in Deutschland zu finden, können Sie sich das Projekt Ich helfe der Ukraine anschauen, wo einige Organisationen und Privatpersonen aus Deutschland gelistet sind.

Helfen Sie der Ukraine

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