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Flüchtlingskinder werden in der Ukraine von Freiwilligen betreut

Jeden Tag wird im Osten der Ukraine gekämpft, obwohl ein Waffenstillstand erklärt wurde. Noch immer sind große Städte, wie Lugansk und Donezk, aber auch kleine Dörfer und wichtige Verkehrsverbindungen von bewaffneten Menschen besetzt. Das bedeutet, dass man jeden Tag in Lebensgefahr ist. So wurde zum Beispiel am Mittwoch, den 1. Oktober 2014, die Stadt Donezk mit Artillerie beschossen. Ein Bus wurde getroffen, in dem sechs Menschen starben.

Kindercamp "Lesnaja Zastava"

Kindercamp „Lesnaja Zastava“

Während viele Menschen immer noch in den besetzten Regionen bleiben müssen – ob wegen kranker Eltern oder wegen Angst um Geschäft oder Immobilien, wurden die meisten Kinder in die Sicherheit gebracht. Freiwillige Helfer und Psychologen (die auch sonst große Arbeit im Kampf gegen Terroristen und russische Söldner leisten) kümmern sich um die Kleinen. Viele der Kinder werden in speziell aufgebauten Camps betreut, wie zum Beispiel im Camp „Lesnaja Zastava“ (dt. Waldaußenposten) in der Nähe vom Dorf Dymer 50 km von Kiew entfernt. Im Moment sind dort über 40 Kinder unter anderem aus Donezk, Kramatorsk, Sloviansk, Lugansk untergebracht.

Angefangen wurde alles mit einem Zeltlager

Angefangen wurde alles mit einem Zeltlager

Dort werden sie seelisch betreut, man veranstaltet Ausflüge in die historische Städte und Unterhaltungsprogramme im Camp. Das haben sie sehr nötig, da die Kinder viel schlimmes erlebt haben. Die Betreuer erzählen, dass sie oft nachts während dem Regen und Donner vom Geschrei und Weinen geweckt werden, weil die Kinder an die Bombardements erinnert werden. Als es ein Mal ein Hubschrauber in der Nähe flog und die Erwachsenen den Geräusch kaum wahr genommen haben, hatten sich einige Kinder auf den Boden gelegt. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, dass die Kinder wieder ein normales Leben führen können.

Freizeitaktivitäten und Ausflüge werden im Camp von Helfern organisiert

Freizeitaktivitäten und Ausflüge werden im Camp von Helfern organisiert

Freizeitaktivitäten und Ausflüge werden im Camp von Helfern organisiert

Freizeitaktivitäten und Ausflüge werden im Camp von Helfern organisiert

Aber leider ist ein Frieden nicht in Sicht. Nach dem Ende einer Schicht haben die Kinder oft keine Möglichkeit zurückzukehren, weil deren Heimatstädte immer noch besetzt sind. So bleiben sie länger im Camp, der mitten im Wald aufgebaut werden musste, weil vom Staat keine Hilfe kam. Die ersten Monate lebten Kinder und die freiwilligen Helfer im Zeltlager, der fast rund um die Uhr gebaut wurde und immer noch nicht fertig ist.

Dank Spenden und Helfern können der Herbst und Winter überstanden werden

Dank Spenden und Helfern können der Herbst und Winter überstanden werden

Dank Spenden und Helfern können der Herbst und Winter überstanden werden

Dank Spenden und Helfern können der Herbst und Winter überstanden werden

Denn im Herbst dürfen Kinder nicht in den Zelten bleiben. Es besteht große Erkältungsgefahr. Deswegen baut man momentan ein verlassenes Gebäude aus. Mit den Baumaterialen sowie mit Nahrung, Geld- und Sachspenden helfen engagierte Mitmenschen aus der Umgebung und aus Kiew. Auch aus Deutschland kam eine kleine Hilfe mit Kleidung, Spielzeug und Malwerkzeug.

Seit dem ersten September besuchen Kinder ein nahgelegenes Gymnasium im Dorf Dymer.

Auch Schule darf nicht vernachlässigt werden. Die Kinder wurden in ein nahgelegenes Gymnasium eingeschrieben.

Auch Schule darf nicht vernachlässigt werden. Die Kinder wurden in ein nahgelegenes Gymnasium eingeschrieben.

Während der ersten Schicht vom 08.07.2014 bis 21.07.2014 wurden im Camp „Lesnaja Zastava“ 56 Kinder im Alter von sechs bis fünfzehn Jahre aufgenommen. Während der zweiten Schicht vom 24.07.2014 bis 07.08.2014 – 57 Kinder und 56 Kinder während der dritten Schicht vom 10.08.2014 bis 24.08.2014. Weitere Informationen zu dem Camp: https://www.facebook.com/irina.kravchenko.75

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