Bitte schreibe deinen Kommentar zu diesem Beitrag. Danke!

Experte: Ökologische Probleme in der Ukraine könnten die Euro 2012 gefährden

Umweltrisiken können Euro 2012 gefährden

Umweltrisiken können Euro 2012 gefährden

Kiew und die östlichen Regionen in der Ukraine sind in einem ökologisch schweren Zustand. Wenn Europa wüsste, dass es in Kiew radioaktive Abfälle, nicht-utilisiere Quecksilber-Reste, Dämme, die jeden Augenblick brechen können, gibt, dann hätte man der Europameisterschaft 2012 in der Ukraine nicht zugestimmt, sagt Wladimir Boreyko, Direktor des Kiewer ökologisch-kulturellen Zentrums.

„Wenn die Europäer wüssten, womit Kiew gefüllt ist, dass es Unmengen an radioaktiven Abfällen, Beryllium, Quecksilber gibt. Außerdem sind die Dämme rund um die Hauptstadt in einem schlechten Zustand. Dann würden sie wahrscheinlich ihre Entscheidung bzgl. dem Standort Ukraine für die Europameisterschaft 2012 überdenken“, – sagt Boreyko zu RBK-Ukraine.

Laut Boreyko, befindet sich im Dorf Pirogovo, in der Nähe von Kiew, ein Lager für den Atommüll, der im Jahr 1050 gebaut wurde und der bis jetzt aktiv bleibt. Dort werden angeblich Hunderte von Containern mit radioaktiven Abfällen aus auch Regionen der Ukraine, einschließlich dem Kernkraftwerk Tschernobyl gelagert.

Das gefährlichste ist dabei, dass der Lager nicht finanziert wird, es gibt keine Pläne zur Verarbeitung oder Entsorgung der Abfälle. Die Behälter seien mittlerweile unbrauchbar. Es sei schon eine Frage der Zeit, wann es eine ökologische Katastrophe geben wird.

Der zweite gefährliche Ort sei mitten in Kiew, in der Nähe von Wohnhäusern – Nuclear Research Institute auf dem Prospekt Nauki. Das Institut ist durch Erdrutsch sehr gefährdet und verfügt über einen aktiven Kernreaktor.

Der Ökologe ist ebenfalls besorgt, dass das Wasserkraftwerk in Kiew nicht auf die Sicherheit und Festigkeit kontrolliert wird. Der Staudamm kann wegen dem Alter brechen. Darüber hinaus befindet sich in Kiew Fabrik „Radikal“, die seit 40 Jahren für die Herstellung von Chemikalien Quecksilber nutzt, das im Laufe der Jahre auf dem umliegenden Gelände und in der Fluss Dnepr gelangen ist.

Die geschilderten Fälle sind nur ein Bruchteil von technologischen und ökologischen Problemen in Kiew, über die Politiker schweigen. Auf der anderen Seite können die Umweltschützer nur grob den wirklichen Zustand der Dinge einschätzen, da es meist keinen Zugriff auf die Geländer gibt.

Die Zustände in den östlichen Regionen sind meistens weit schlimmer, da es weder Regelungen noch Kontrolle in umweltgefährdeten Fabriken gibt. Dort beklagen die Bewohner und Umweltorganisationen gefährliche chemische Ausstosse, die für die Umwelt und für die Menschen schlimme folgen haben.

2 Kommentare zu “Experte: Ökologische Probleme in der Ukraine könnten die Euro 2012 gefährden”

  1. Jan Triestam 30.01.2012 um 13:24

    Muss man sich wegen einer Reise zur Europameisterschaft nach Kiev Gedanken machen, oder ist das Panikmache?
    mfg Jan

  2. Lalaboyam 30.01.2012 um 13:46

    Ich weiß aus Erfahrung und aus Gesprächen mit Ukrainern, dass es in Kiew tatsächlich Probleme mit zum Beispiel unterirdischen Gewässern, mit belastbaren Stoffen aus den Fabriken, aus Kohlegewinnung etc. gibt. Aber man muss die Umweltschützer auch etwas kritischer zuhören, die die Probleme wenn auch auf den Punkt bringen, aber auch übertreiben.

Einen Kommentar schreiben

Hot Tags