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Eurovision 2012: Armenien sagt die Teilnahme ab

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Eurovision 2012: Armenische Proteste

Das erste Skandal der Eurovision 2012 in Aserbaidschan ist spruchreif: Armenien hat offiziell ihre Teilnahme am internationalen Gesangswettbewerb “Eurovision”, der im Mai in der Hauptstadt von Aserbaidschan stattfinden wird, abgesagt. Darüber wurde der Versanstalter des Wettbewerbs – die European Broadcasting Union – vom öffentlichen armenischen Fernsehen diese Woche informiert.

Wie in einer Pressemitteilung auf der offiziellen Website von “Eurovision-2012” mitgeteilt wird, wurde die Entscheidung aus Gründen getroffen, die nichts mit dem Veranstalter zu tun haben.

Eine Vereinigung von armenischen Pop-Sängern hat bereits am 24. Februar das öffentlich-rechtliche Fernsehen Landes dazu aufgerufen, um den Eurovision Song Contest zu boykottieren. Der Grund dafür war der Tod eines armenischen Soldaten Albert Adibekyan an der Grenze zu Aserbaidschan. Zuerst wurde angenommen, er würde von einem Scharfschützen von der aserbaidschanischen Seite erschossen. Später hat sich  jedoch ergeben, dass ein anderer armenischer Soldat Adibekyan getötet hat (REGNUM berichtet, der Verdächtige wurde inzwischen angeklagt des Mordes und verhaftet).

Ein offener Brief Aufruf zum Boykott von “Eurovision – 2012″ wurde von mehr als zwei Dutzend namhaften Künstler in Armenien unterzeichnet. Gleichzeitig betonten sie, dass sie bereit sind, am Wettbewerb teilzunehmen, wenn er nicht in Aserbaidschan, sondern in einem anderen Land stattfindet. Hintergrund der Proteste ist die angespannte Beziehung zwischen Aserbaidschan und Armenien seit dem Konflikt in Bergkarabach in den späten Achtziger und Anfang Neunziger beim dem zwischen 25000 und 50000 starben.

Früher wurde unter anderem berichtet, dass der Teilnehmer der “Eurovision” von Armenien die amerikanische Band System of a Down werden könnte, deren Mitglieder armenischer Abstammung sind.

Diesjähriger Internationaler Song Contest findet in Baku am 22. Mai 2012 . Aserbaidschan hat das Recht auf Eurovision Durchführung bekommen, nachdem das Duo Eldar Gasimov und Nigar Jamal mit der Pop-Ballade “Running Scared” beim “Eurovision-2011″ in Düsseldorf gewannen.

Eurovision in Baku wird schon im Vorfeld von Protesten und Boykotten begleitet. Menschenrechtler (u. a. aus Deutschland) kritisieren das Regime Aliyevs wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption. Tierschützer ihrerseits, kritisieren die Tötung streuender Hunde im Vorfeld der ESC 2012, wie  bereits in der Ukraine vor der EM 2012.

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