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Eto’o wechselt nach Russland und darf mit Bananen rechnen

Eto'o bald bei Anschi. Foto: Gazzetta.it

Es ist endlich vollbracht, bestätigte die Fédération Camerounaise de Football, der Fussballverband Kameruns. Samuel Eto’o, der Stürmerstar der zuletzt bei Barcelona und Inter gespielt hat, wechselt zum russischen Verein Anschi Machatschkala, dem Verein wo inzwischen Roberto Carlos, Juri Schirkow und Balázs Dzsudzsák seit diesem Jahr spielen.

Der russische Oligarch und Klubbesitzer Sulejman Kerimow setzt alles daran, mit Anschi (auch Anzhi geschrieben) in der russischen Liga noch dieses Saison im Kampf um die Champions League mitzumischen. Und obwohl die Saison in Russland bereit fortgeschritten ist und gerade die 21. Runde gespielt wird, ist es gar nicht unmöglich. Denn die russische Liga macht in diesem Jahr eine Umstellung von Frühling-Herbst auf Herbst-Frühling durch. Somit wird die laufende Saison insgesamt anderthalb Jahre mit 44 Spieltagen gespielt. Da kann noch so einiges passieren.

Schirkow spielt bereits bei Anschi. Foto: http://www.fc-anji.ru

Samuel Eto’o soll in Russland 20,5 Millionen Euro pro Jahr kassieren. Für den Transfer bezahlen die Russen zwischen 22 und 29 Millionen. Apropos Russen. Vielen Einwohner Russlands sehen die Bewohner der Stadt Machatschkala gar nicht als Russen. Denn Machatschkala, die Stadt in der der Kameruner demnächst spielt, befindet sich in Dagestan, einer kaukasischen Republik im Süden von Russland, angrenzend an Tschetschenien. Und viele Russen haben die Kaukasier – Dagestaner, Tschetschenen und Osetiner gar nicht gern. Nicht zuletzt deswegen gab es rechtsextreme Übergriffe auf Kaukasier in Moskau und anderen Städten Russland letztes Jahr.

Hier spielt demnächst Eto'o. Bild: Google Maps

Was erwartet eigentlich den 30-jährigen Eto’o, der übrigens viermaliger afrikanischer Fussballer des Jahres wurde, in Machatschkala? Die Stadt befindet sich im Süden Russlands am kaspischen Meer. Die Fans aus Machatschkala lieben ihr Anschi und unterstützen es. Das Team besteht aus vielen erfahrenen Spielern oft kaukasischer Abstammung und einigen teuren Neuzugängen. Der Kapitän – Roberto Carlos – bekam die Gastfreundlichkeit in anderen Städten Russlands jedoch schon ein paar mal zu spüren. Zuerst wurde ihm in St.Petersburg eine Banane vorgehalten und dann warfen die Zuschauer in Samara nach ihm eine Banane. Damit muss wohl auch Eto’o bald rechnen. Die russischen Fussballfans schrecken in ihren rassistischen Aktion vor keinen großen Namen zurück. Im Gegenteil, sie wissen, dass die internationale Presse die Vorfälle aufgreift und wollen, dass alle wissen, dass Menschen anderer Farbe in Russland nicht willkommen sind.

Na dann, willkommen in Russland, Eto’o!

4 Kommentare zu “Eto’o wechselt nach Russland und darf mit Bananen rechnen”

  1. […] hat der Portugiese auch bereits in Machatschkala einen alten Bekannten: Samuel Eto’o hat unter der Führung von Mourinho bei Inter gespielt. Er sagte, dass sein Wechsel von […]

  2. Wer sind die russischen Hooligans?am 24.10.2011 um 12:21

    […] In den letzten Jahren wuchs in Russland die Hooligan-Kultur der Fussballfans kaum stärker als was anders in der fussballerischen Welt Russlands. Vielleicht nur die Fussballergehälter sind noch stärker gewachsen – zum Beispiel der vor einigen Monaten abgeschlossene Deal mit Eto’o. […]

  3. […] Spiele in Machatschkala. Zu den bekannten Spielern zählen Roberto Carlos, Juri Schirkow und Eto’o. Im Moment befindet sich Anschi auf dem 7. Platz der russischen […]

  4. […] rechnen, ständig ausgepfiffen zu werden. Die seit einiger Zeit in Machatschkala spielende Juri Schirkow und Eto’o können ein Lied davon […]

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