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Erbe des Russischen Händlers verliert den Prozess gegen das Metropolitan Museum

Der Erbe des russischen Händlers Morosov, Pierre Konovaloff, verlor im Rechtsstreit gegen das Metropolitan Museum in der Sache um das Bild von Cezanne. Das Bild von Paul Cezanne „Madame Cezanne in der Orangerie“ bleibt Eigentum des Metropolitan Museums von New York. Diesen Entschluss fasste Richterin des Bundesgerichts des Südbezirks im Staat New York Shira Scheindlin, berichtet Courthouse News.

Der Anspruch auf das Kunstwerk wurde von einem gewissen Pierre Konovaloff gestellt, der sich den Erben des berühmten Moskauer Mäzens Ivan Morozov nennt. Morosov sollte die Arbeit von Cezanne angeblich sechs Jahre vor der Oktoberrevolution in Russland gekauft haben. Unter Bolschewiki wurde seine Kunstsammlung nationalisiert.

Laut Worten des in Paris lebenden Konovaloff zerstörte die neue politische Macht die Information über die Provenienz der Bilder von Morosov und verkaufte diese später an ausländische Käufer. Das Bild befand sich zuletzt beim Kunstsammler Steven Clark, der es in seinem Testament dem Metropolitan Museum vermachte.

Die Richterin erkannte an, dass die sowjetische Regierung das Bild von Cezanne dank einem offiziellen Dekret in Besitz bekam, und somit Konovaloff kein Recht auf das Kunstwerk hat, unabhängig davon, ob der Auslandsverkauf legal oder illegal stattfand.

Es gab auch schon früher einige Berichte davon, dass Pierre Konovaloff an anderen gerichtlichen Verfahren beteiligt gewesen ist: so bestritt er das Recht der Yale Universität auf das Van Gauge Bild „Das Nachtcafé“. Man weiß aber nichts über seinen Erfolg in dieser Verhandlung.

Im Jahr 2008 schrieb The Guardian davon, dass die Royal Academy of Arts in Großbritannien Einladungen zur Ausstellung „Aus Russland: französische und russische Meisterwerke aus Moskau und St.-Petersburg, 1870-1925“ an Konovaloff und den Erben von Sergej Schtschukin Andre-Marc Delocque-Fourcaud verschickte. Die beiden entschlossen sich keine Klage wegen Eigentumsrecht zu erheben, aber forderten eine finanzielle Entschädigung sowie prozentuelle Abführungen von dem Geld, das Museen für die Bilderausstellung sammelten.

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